Lenzburg
Von Äpfeln, Spinnen und Käfern: Der Bauernverband eröffnet seinen ersten Erlebnisparcours

«Buurelandweg Aargau» heisst der am Freitag in Lenzburg vom Bauernverband eröffnete Erlebnispfad. 2,5 Kilometer lang ist der Entdeckungsparcours, auf dem Gross und Klein auf unterhaltende und humorvolle Art viel Beeindruckendes über die Schweizer Landwirtschaft erfahren.

Ruth Steiner
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Eröffnung des Buurelandweg Aargau
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Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg
Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg
Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg
Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg
Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg
Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg
Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg
Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg
Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg
Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg
Bauernverbandspräsident Alois Huber eröffnet den «Buurelandweg».
Eröffnung des Buurelandweg Aargau in Lenzburg

Eröffnung des Buurelandweg Aargau

Chris Iseli

Die Himbeere ist des Schweizers zweitliebste Frucht. Sie kommt in der Rangliste unmittelbar hinter der Erdbeere. Und dann sind da noch die Aronia-Beeren. Sie schmecken eher säuerlich, sollen aber sehr gesund sein. Jede dritte Beere in der Schweiz wird im Kanton Aargau angebaut.

Auf dem am Freitag eröffneten Erlebnispfad, dem ersten «Buurelandweg Aargau» in Lenzburg, ist zweierlei gefragt: Neugierde und Interesse an der heimischen Landwirtschaft, den Produkten, die sie anbaut. Nach dem überwältigenden Besucheraufmarsch vor drei Jahren an der Aargauischen Landwirtschaftsausstellung, ebenfalls in Lenzburg, ist der Bauernverband Aargau mit dem neuen Projekt weiter auf Innovationskurs. 2,5 Kilometer lang ist der Entdeckungsparcours, auf dem Gross und Klein auf unterhaltende und humorvolle Art viel Beeindruckendes über die Schweizer Landwirtschaft erfahren. Den positiven Dialog mit den Konsumenten fördern, ist eines der Ziele des Bauernverbandes mit dem «Buurelandweg Aargau». «Wir wollen den Leuten zeigen, wohin die Direktzahlungen fliessen und was die Landwirtschaft mit diesem Geld anstellt», erklärte Bauernverbands-Präsident Alois Huber am Freitag bei der Eröffnung im Wildenstein.

Der Start zum Rundgang ist unweit der Berufsschule Lenzburg, unmittelbar beim Autobahnzubringer A1. An sechs ausgeschilderten Stationen kann die vielfältige Aargauer Landwirtschaft erlebt werden. Zum Beispiel am Posten «Obstbaum». Dort geht es hoch hinaus. Direkt neben dem Baum steht ein Holzturm, erstellt von angehenden Zimmerleuten der Berufsschule Lenzburg. Wer hinaufsteigt, hat den direkten Einblick in die Baumkrone. Kann das wachsende Obst begutachten und was sich sonst noch alles aufhält im weitverzweigten Geäst: Spinnen huschen über Astgebelungen und Käfer jagen emsig hinterher. An der nächsten Station klären drei lebensgrosse Tierfiguren über die Herkunft der Fleischstücke auf. Auch über Littering wird gesprochen. Und übers Wellnessen in der Natur.

Wissenvermittlung ist ein Ziel des Erlebnispfades. Interaktion das andere. Schätzfragen rund um landwirtschaftliche Themen sollen die Diskussion unter den Besucherinnen und Besuchern anregen.

Der «Buurelandweg» Aargau ist gut angelegt. Er führt durch das Landwirtschaftsgebiet hinter dem Lenzburger Hausberg, dem Goffersberg. Nur durch den «Gofi» von der Stadt getrennt, fühlt man sich fernab des städtischen Geschehens mitten in der Natur. Projektleiterin Cornelia Schmid bestätigt: «Wir haben in Lenzburg die perfekte Umgebung für das Projekt.» Nebst dem Erlebnispfad vermittelt die aktive Landwirtschaft vor Ort den optimalen Anschauungsunterricht für gelebte ökologische Ausgleichsflächen und geförderte Biodiversität. Dazu Verbandspräsident Alois Huber: «Die Landwirtschaft pflegt den Naherholungsraum, den die Leute auf dem Spaziergang geniessen dürfen.» Mit dem Landschaftsqualitätsprogramm fördert der Kanton die Bemühungen der Bauern.

Der Erlebnispfad ist kostenlos und bis im Oktober täglich geöffnet. Konzipiert ist er als Wanderausstellung. Bereits heute steht fest, dass er auch im nächsten Jahr in Lenzburg bleibt und erst 2018 an einen neuen Ort im Kanton Aargau disloziert.