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Von 0 auf 10: Der Hallwilerseelauf ist für Michelle Melliger eine Grenzerfahrung

Mit eisernem Training macht Michelle Melliger sich fit für den Hallwilerseelauf am Samstag.

Die 19-jährige Dintikerin Michelle Melliger erzählt wie sie sich auf die sportliche Herausforderung vorbereitet hat und wie es überhaupt zu ihrer Teilnahme gekommen ist

Michelle Melliger erste Handlung zur Vorbereitung auf den Hallwilerseelauf war recht angenehm im Vergleich zu dem, was noch folgen würde: Sie kaufte sich Laufschuhe. Denn sie besass noch keine.

Die 19-jährige Dintikerin war bisher keine Läuferin, die Teilnahme am 10-Kilometer-Lauf vom nächsten Samstag ist ihre ganz persönliche Herausforderung. Für den Abschluss ihrer Lehre als Elektroinstallateurin muss sie im Fach Allgemeinbildung eine Vertiefungsarbeit schreiben, das Oberthema «Bis an meine Grenzen» wurde ihr zugelost.

«Eigentlich hätte ich lieber ein anderes gehabt», sagt sie. Doch dann hat sie sich entschieden, die – im Vergleich zum Halbmarathon kurzen – 10 Kilometer am Hallwilerseelauf in Angriff zu nehmen. Im Juli begann sie mit neuen Laufschuhen und neuer Sportuhr mit dem Training.

Zwischendurch zwickte das Wädli beim Training

Wie fängt man als absolute Laufnovizin an zu trainieren? «Wichtig ist, dass man nicht zu schnell drischüsst», sagt Michelle Melliger. «Das erste Ziel war, eine halbe Stunde joggen zu können.» Im Idealfall ohne abzubrechen oder zu erbrechen oder was auch immer die Reaktion eines ungeübten Körpers auf das Laufen sein könnte.

Michelle Melliger machte sich mit Intervallen fit: «Fünf Minuten joggen und zwei Minuten gehen.» Bis sie die gesamten 30 Minuten joggen konnte. Das Training fand abends nach der Arbeit und vor dem Znacht statt.

Michelle Melliger ist das Erstaunen immer noch anzuhören, als sie von der positiven Wirkung des Laufens erzählt: «Es tat richtig gut, nach der Arbeit den Kopf zu lüften.» Sie machte verschiedene Stadien der Motivation durch. Am Anfang lief es sich ring, dann hatte sie einen Durchhänger, musste zwischendurch auch pausieren, weil das Wädli zwickte – Überbelastung!

Aber sie konnte sich auch über die Entwicklung freuen. «Ich konnte immer länger am Stück joggen und der Puls hat sich schnell wieder erholt», sagt sie zufrieden. Einen Zehnkilometerlauf hat sie schon hinter sich, das sei gut gegangen.

Den Ernstfall langsam angehen

Michelle Melliger ist nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen. Sie hofft, dass sie am Samstag beim Start nicht von der Euphorie übermannt wird und zu schnell startet. Die Sportuhr wird ihr dabei helfen.

Und ihre Familie, die zum Anfeuern an den Hallwilersee laufen wird. Nervös ist die Laufnovizin noch nicht. «Ich freue mich», sagt sie. Ein bisschen freut sie sich auch, dass es dann wieder vorbei ist. Für den Moment – Laufen soll ja Suchtpotenzial haben.

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