Lenzburg wächst. Und wie. Aber wie? Die Aussage ist klar. Die Frage soll in den nächsten Monaten beantwortet werden. Und zwar mit Einbezug der ganzen Bevölkerung. Alle Interessierten sollen mitreden können bei der Umsetzung der Räumlichen Entwicklungsstrategie (RES).

Stadtammann Daniel Mosimann, Bau-Stadtrat Martin Steinmann und Stadtplanerin Helen Bisang präsentierten im Stadtbauamt den Fahrplan des angestrebten Dialogs mit der Bevölkerung. Der eigentliche Startschuss zur RES-Diskussion erfolgt am Donnerstag, 19. Februar. Nach dieser Veranstaltung startet das bis am 4. Juli dauernde Mitwirkungsverfahren.

Der ausführliche Bericht zur RES, eine Kurzbroschüre sowie ein Fragebogen stehen den Interessenten ab diesem Datum zur Verfügung. Entweder in Papierform auf dem Stadtbauamt und im Rathaus oder in elektronischer Form im Internet unter der Adresse www.lenzburg.ch/res.

«Die RES soll Antworten liefern, wie sich Lenzburg in 15 bis 20 Jahren präsentieren soll», gibt Mosimann das Ziel vor. Der Stadtammann erhofft sich eine rege Beteiligung der Öffentlichkeit: «Wir wollen mit den Workshops die Bevölkerung einbeziehen und dort ein Feedback abholen.»

Verdichtet und höher

Dieser Einbezug geschehe «bewusst zu einem Zeitpunkt, wo noch vieles offen und möglich ist», hält Stadtplanerin Bisang fest und dementiert damit ungefragt einen allfälligen Vorwurf, es könnte sich hier um eine Alibi-Übung handeln. «Die Leute sollen sich ernst genommen fühlen.»

Inhaltlich wurde noch nicht viel verraten. Doch eine Rahmenbedingung ist klar. «Gemäss kantonalem Richtplan bekommen wir nicht mehr Raum. Wir müssen uns also innerhalb der bisherigen Perimetern entwickeln», so Stadtrat Steinmann.

Die Konsequenzen liegen auf der Hand: «Es wird eine bessere Nutzung des Bodens angestrebt», so Bisang. Die weitere Entwicklung erfolgt also gegen innen durch verdichtetes Bauen und in die Höhe, «aber alles in einem guten Gleichgewicht» (Bisang). Oder wie es Martin Steinmann formuliert: «Der Charakter der Stadt soll bleiben.»