Lenzburg
Villa Malaga ist für 2,25 Millionen Franken zu haben

Das Anwesen des konkursiten und verurteilten Rechtsanwalts Roland Padrutt an der Schützenmattstrasse wird auf einer Immobilienplattform angeboten. Bereits haben sich die ersten Interessenten das Anwesen näher angeschaut.

Fritz Thut
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Die Villa Malaga erhielt an einer «internen Steigerung» einen neuen Besitzer.

Die Villa Malaga erhielt an einer «internen Steigerung» einen neuen Besitzer.

Emanuel Per Freudiger

Im Moment steht die Villa Malaga in Lenzburg leer und gleicht einem Dornröschen-Schloss. Der Prinz, der es wachküsst, muss finanziell potent sein: Auf einer Immobilienplattform im Internet wird das Anwesen, das zuletzt dem konkursiten und inzwischen verurteilten Rechtsanwalt Roland Padrutt gehörte, für 2,25 Millionen Franken angeboten.

Nach der im Frühjahr aufgehobenen Verkaufssperre sucht das Konkursamt Aargau nun einen neuen Eigentümer für die von einem kleinen Park umgebene Villa an bester Lage in der Nähe der Lenzburger Altstadt («Schweiz am Sonntag» vom 2. November).

Mit dem Verkauf wurde mit Rolf Kohler ein Immobilientreuhänder aus Schinznach-Bad beauftragt. Inzwischen wird die Liegenschaft als «repräsentative, herrschaftliche Villa, vorzüglich geeignet als Wohn- und Geschäftssitz» auf einer Immobilienplattform offeriert. Als Verkaufspreis wird der Betrag von 2,25 Millionen Franken genannt, doch dabei handelt es sich um die Verhandlungsbasis.

Bei Immobilienexperten in der Stadt Lenzburg wird dieser Preis als «realistisch» eingestuft. Die Villa sei «interessant» und mit einer Grundstücksfläche von über 21 Aren sei der vorgesehene Betrag durchaus im Rahmen.

Kein Zeitdruck

Doch neben dem Kaufpreis kommen weitere Kosten auf den künftigen Eigentümer zu. «Einige Abschlussarbeiten sind noch auszuführen», heisst es in der Ausschreibung. «Da muss man halt ein wenig Fan sein», umschreibt der Lenzburg-Experte die Anforderung an den künftigen Villa-Malaga-Besitzer.

Laut Rolf Kohler gibt es durchaus solche Fans. «Es haben sich schon verschiedene Interessenten gemeldet und es gab auch schon Besichtigungen», lässt der Immobilientreuhänder die az wissen. Die Angebote sollen nun konkretisiert werden. Kohler: «Wir stehen nicht unter Zeitdruck.» Das Ziel sei es, für die Gläubiger möglichst viel herauszuholen.

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