Lenzburg

Villa Malaga hat einen neuen, noch unbekannten Besitzer

Die Villa Malaga erhielt an einer «internen Steigerung» einen neuen Besitzer.

Die Villa Malaga erhielt an einer «internen Steigerung» einen neuen Besitzer.

In einer internen Steigerung auf dem Konkursamt wurde die Villa Malaga einem neuen Besitzer zugeschlagen. Preis und Käufer bleiben vorerst geheim.

An der Liegenschaft an der Schützenmattstrasse 7 in Lenzburg, in der Stadt besser bekannt als Villa Malaga, fehlt seit einigen Tagen die «Zu verkaufen»-Tafel. Das im 19. Jahrhundert vom spanischen Konsul und Malaga-Händler Alfred Zweifel bewohnte, im letzten Jahrhundert in eine Kinderarztpraxis umfunktionierte Haus hat nach dem Intermezzo um die konkursite Villa Malaga GmbH, dessen Organ der zwischenzeitlich verurteilte Rechtsanwalt Roland Padrutt war, einen neuen, vorerst noch anonymen Besitzer.

In der von Grundpfandgläubigern verlangten Spezialliquidation wurde durch das zuständige Konkursamt die Verwertung des fast 22 Aren grossen Grundstücks, zu dem neben dem Haus ein kleiner Park gehört, durchgeführt. Nach der im letzten Jahr aufgehobenen Verkaufssperre wurde via den Schinznacher Immobilien-Treuhänder Rolf Kohler ein Käufer gesucht. In den Verkaufsunterlagen für die «repräsentative, herrschaftliche Villa» wird ein Verkaufspreis von 2,25 Millionen Franken genannt.

Fachleute sind sich einig, dass bis zur Neunutzung weitere Ausgaben hinzukommen, stehen doch umfangreiche Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten an. «Da muss man halt ein wenig ein Fan sein», wird in der az vom 14. November 2014 ein Lenzburger Immobilienfachmann zitiert. Solche zahlungskräftige Enthusiasten gibt es offensichtlich. «Es haben sich verschiedene Interessenten gemeldet», so Verkäufer Kohler damals.

Zuschlag «im engsten Rahmen»

In der Zwischenzeit konnten die möglichen Käufer ihr Angebot auf dem Korrespondenz-Weg anpassen, ehe in diesem Monat die letzten Interessenten «im engsten Rahmen und unter Ausschluss der Öffentlichkeit» in einer internen Steigerung auf dem Konkursamt in Oberentfelden schliesslich der Zuschlag erfolgte. «Ich kann weder die Namen der Teilnehmer noch den Verkaufspreis bekannt geben», hält sich der für dieses Verfahren zuständige Konkursbeamte Daniel Bosshard an das Amtsgeheimnis, dem er untersteht.

Im Gegensatz zu einer öffentlichen Versteigerung, bei der der Verkaufspreis immer bei Null beginnt, ist beim internen Verfahren ein Mindestpreis, im Idealfall nahe beim Verkehrswert, sichergestellt.

Bosshard hat bis zum Abschluss des Verwertungsverfahrens rund um die Villa Malaga noch zwei Hauptaufgaben abzutragen: Der Erlös ist unter den Grundpfandgläubigern aufzuteilen und der neue Besitzer muss im Grundbuch eingetragen werden. Sobald dieser letzte Schritt erfolgt ist, wird der neue Besitzer durch die Publikation der Handänderung im Handelsamtblatt der Öffentlichkeit bekannt werden.

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