Nach Thomas N. hat nun auch die Aargauer Staatsanwaltschaft fristgerecht Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Lenzburg eingelegt, wie es in einer Mitteilung der Gerichte Aargau heisst. 

Sie fordert erneut eine lebenslängliche Verwahrung für Thomas N. Zudem sei die vom Bezirksgericht Lenzburg angeordnete vollzugsbegleitende ambulante Massnahme aufzuheben. Weiter fordert die Staatsanwaltschaft ein lebenslanges Verbot für berufliche und ausserberufliche Tätigkeiten mit Minderjährigen.

«Ich sehe nicht den geringsten Vorteil für einen Täter, wenn er zu einer Verhandlung nicht erscheint»

«Ich sehe nicht den geringsten Vorteil für einen Täter, wenn er zu einer Verhandlung nicht erscheint»

Was Experten und der Opferanwalt im Hinblick auf die Verhandlungen zum Vierfachmord von Rupperswil im Dezember sagen.

Damit wird das Obergericht über

  • die ordentliche Verwahrung
  • die lebenslängliche Verwahrung
  • die vollzugsbegeleitende ambulante Massnahme sowie
  • das lebenslängliche Tätigkeitsverbot 

entscheiden.

Die Verhandlung vor Obergericht findet am 13. Dezember statt. Ob Thomas N. teilnehmen wird, ist noch offen. 

Das Bezirksgericht Lenzburg hatte den 34-jährigen Angeklagten im Prozess zum Vierfachmord Rupperswil am 16. März zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem verhängte das Gericht eine ordentliche Verwahrung. Thomas N. wehrte sich gegen die ordentliche Verwahrung, die ersatzlos aufzuheben sei. 

Die übrigen Punkte (insbesondere die Schuldsprüche, die verhängte lebenslängliche Freiheitsstrafe, die Zivilforderungen und die erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen) haben weder Thomas N. noch die Staatsanwaltschaft angefochten. Sie sind damit rechtskräftig.