Der Fussball-Club Lenzburg kommt dieser Tage kaum mehr aus dem Feiern heraus. Gestern führte man aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums den Cupfinaltag des Aargauischen Fussballverbands (AFV) durch, heute findet ein Firmen- und Vereinsturnier statt und morgen folgt der grosse Heimspieltag. Der Höhepunkt: die Partie der 1. Mannschaft in der 2. Liga inter gegen die Aargauer U21-Talente. Abgerundet wird das Jubel-Wochenende mit einem Muttertags-Brunch am Sonntag ab 9 Uhr.

Vier Tage Trubel auf und neben den drei Plätzen auf der Sportanlag Wilmatten. «Es gibt einiges zu tun», so Ueli Bruder, Co-Präsident des FC Lenzburg, «aber wir freuen uns auf den grossen Betrieb.» 150 Vereinsmitglieder arbeiten mit, die ersten starteten am vergangenen Dienstag mit dem Aufstellen der Festzelte.

AFV-Boss: «Geniesst diesen Tag»

Hans Aemisegger leitet seit 2011 als Präsident die Geschicke des Aargauischen Fussballverbands (AFV). In seiner launigen Ansprache lobte er die Arbeit der Verantwortlichen des FC Lenzburg und gab allen Beteiligten einen Rat mit in den sonnigen Tag: «Geniesst die Atmosphäre hier auf dem Platz. Wir feiern heute ein Fest für alle Aargauer Fussballfans.» Auf den drei Plätzen wurden nicht nur insgesamt neun Endspiele ausgetragen – von den D-Junioren bis zu den Senioren 50+ – während der Mittagspause sorgten Menschen mit Behinderung mit ihrem Mätschli auf dem Hauptplatz für Stimmung. Kein Zweifel: Der Fussball verband gestern Menschen aller Couleur. Und so machten alle Anwesenden, egal ob Funktionär, Zuschauer oder Spielerin und Spieler, den Aargauer Cupfinaltag in Lenzburg zu einem wunderbaren Erlebnis

Vom sportlichen Treiben unterhalb der Justizvollzugsanstalt wollte sich auch Regierungsrat Alex Hürzeler überzeugen. Der Vorsteher des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) nahm einen Augenschein und freute sich über die sportlichen Leistungen aller Beteiligten. Hürzeler lachte quasi mit der Frühlingssonne um die Wette.

Kein Glück für Lenzburg

Finanziell kann sich der ganze Aufwand für den FC Lenzburg durchaus lohnen. Im Frühling 2004 führte man bereits einmal – ebenfalls bei besten äusseren Bedingungen – den Cupfinaltag durch. Damals resultierte laut Bruder ein Gewinn im kleinen fünfstelligen Bereich. Doch: «Dass es kein Team unseres Vereins in einen Final geschafft hat, ist ein kleiner Wermutstropfen», gibt der eine der beiden Co-Präsidenten des FCL zu. Nahe dran waren die C-Junioren von Trainer Christof Egger. Doch im Halbfinale war nach einer 0:3-Niederlage in Klingnau gegen das Aare/Rhy-Team Schluss mit lustig. Die 1. Mannschaft ist zum Cup-Wettbewerb nicht zugelassen, da sie seit 2014 in der interregionalen 2. Liga spielt.

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