Dintikon

Vier Jahre nach Santoros Leasingpleite: Justiz ermittelt immer noch

Im Mai 2011 transportierte Fidis Finance den gesamten Fahrzeugpark der SAR Premium Cars in Dintikon ab.

Im Mai 2011 transportierte Fidis Finance den gesamten Fahrzeugpark der SAR Premium Cars in Dintikon ab.

Der laut Staatsanwaltschaft «grösste Fall von Wirtschaftskriminalität seit über 20 Jahren» beschäftigt die Justiz weiterhin. Vier Jahre nachdem die SAR Premium Cars von Luxus-Autohändler Riccardo Santoro in Dintikon zusammenbrach, ist ein Ende des Strafverfahrens nicht in Sicht.

«Die Untersuchung in diesem aufwendigen Fall ist noch am Laufen», sagt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Eine Prognose, wann diese abgeschlossen wird, sei nicht möglich.

Die SAR Premium Cars war im Mai 2011 zusammengebrochen. Die Fiat-Leasinggesellschaft Fidis Finance brach mit ihrem Geschäftspartner Riccardo Santoro und schickte 17 Sattelschlepper nach Dintikon, die über 60 Luxus-Karossen abtransportierten. Fidis reichte Strafanzeige gegen Santoro ein und beschuldigte ihn unter anderem der Veruntreuung. Autohändler Santoro wiederum wirft Fidis vor, sein Unternehmen und seine Existenz unbegründet zerstört zu haben. Es folgten Dutzende Strafanzeigen von Drittpersonen und weitere Strafverfahren wurden eröffnet.

Um den Fall aufzuarbeiten, bewilligte der Grosse Rat im Frühjahr 2012 eine auf drei Jahre befristete Aufstockung der Staatsanwaltschaft um vier Personen. Diese Aufstockung ist jetzt abgelaufen. Laut Staatsanwaltschaft konnten einige Mitarbeiter ordentliche Stellen besetzen, die durch Abgänge frei geworden waren. Derzeit werde noch mit rund 200 Stellenprozenten an der Leasingpleite gearbeitet.

Fahrzeuge aus SAR-Leasingpleite kommen unter den Hamer

Fahrzeuge aus SAR-Leasingpleite kommen unter den Hammer (25. Mai 2012)

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