Seengen

Verwaltungsrat des Seenger Seniorenzentrums stürzt sich gleich in die Arbeit

Der Verwaltungsrat der Seniorenzentrum Hubpünt AG mit Gemeinderat Peter Käser, Gemeindeammann Jörg Bruder, den Chestonag-Automation-Vertretern Peter Bruderer, Udo Minneker und Geri Heusi.

Der Verwaltungsrat der Seniorenzentrum Hubpünt AG mit Gemeinderat Peter Käser, Gemeindeammann Jörg Bruder, den Chestonag-Automation-Vertretern Peter Bruderer, Udo Minneker und Geri Heusi.

Wichtiger Meilenstein für die geplanten Alterswohnungen: Die Statuten der Seniorenzentrum Hubpünt AG wurden unterzeichnet. Der Bezug ist für 2016 ins Auge gefasst.

Nach 21 Jahren kam es auf 20 Minuten nicht mehr an: Bevor im Gemeindehaus Seengen über die eben gegründete Aktiengesellschaft Seniorenzentrum Hubpünt informiert wurde, liess man das eingeladene Journalisten-Quartett nach dem vorgegebenen Termin eine gute Viertelstunde im Kaffeeraum warten, bis «letzte Details geregelt» waren.

Kurz vor Mittag war die Tinte der Unterschriften unter den entsprechenden Dokumenten trocken und Gemeindeammann Jörg Bruder sprach von einem «wichtigen Meilenstein» auf dem Weg zu einem eigenen Seniorenzentrum im Dorf: «Nun ist das rechtliche Korsett bereit und der Verwaltungsrat kann sich an die Arbeit machen.»

Start im Jahre 1993

Der lange Weg zu dorfinternen Alterswohnungen wurde schon 1993 angetreten. Damals erwarb die Gemeinde zu diesem Zweck Land hinter dem heutigen Feuerwehrmagazin im Gebiet Hubpünt. Geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen führten zu Verzögerungen. Als der Gemeinderat 2009 mit einer Vorlage (Weiterverkauf an einen privaten Investor) vors Volk trat, trat dieses auf die Bremse und wies das Geschäft zurück.

Darauf wurde eine breit abgestützte Kommission gebildet, die zuerst eine einfache Variante ausarbeitete und präsentierte. An einer Orientierungsversammlung erlitt auch dieser Vorschlag Schiffbruch. Schliesslich kristallisierte sich ein Seniorenzentrum mit Pflegeabteilung und Alterswohnungen mit ausgebauten Leistungsangeboten als mehrheitsfähig heraus.

Statt wie ursprünglich vorgesehen, die Trägerschaft breit abzustützen, tritt die örtliche Ingenieurfirma Chestonag Automation AG neu als Investor auf. Die letzte Gemeindeversammlung sagte deutlich Ja zum Trägerschaftsmodell und der Abgabe des Landes im Baurecht.

Bezug im August 2016?

Nach Ablauf der Referendumsfrist wurde nun die Träger-AG gegründet. Dem fünfköpfigen Verwaltungsrat gehören mit Gemeindeammann Jörg Bruder als Vizepräsident und Gemeinderat Peter Käser zwei Gemeindevertreter an. Entsprechend dem höheren Aktienkapital (3 Mio. zu 2,5 Mio.) stellt die Chestonag mit Udo Minneker und den beiden Geschäftsleitungsmitgliedern Peter Bruderer und Geri Heusi drei Personen.

Verwaltungsratspräsident Minneker, seit 15 Jahren in Seengen wohnhaft, will mit diesem Engagement «meiner Wohngemeinde etwas zurückgeben».

Im Gegensatz zur langen Vorgeschichte geht es nun Schlag auf Schlag vorwärts. Gestern Nachmittag fand die erste Verwaltungsratssitzung statt. Der künftige Betreiber soll bald bestimmt und die Planung vorangetrieben werden. Ende Jahr erhofft man sich die Baubewilligung, im nächsten Frühling startet der Bau und im August 2016 soll das Zentrum «mit einem modernen, zukunftsgerichteten Angebot» (Minneker) eröffnet werden.

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