Niederlenz
Verkehr durch Niederlenz wird neu mit einem Lichtsignal geregelt

Noch bevor das «Jahrhundert-Projekt» in Niederlenz mit dem finalen Deckbelag abgeschlossen wird, fahren für die zweite Etappe der Hauptstrassensanierung die Bagger auf.

Ruth Steiner
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Die Signalisation weist auf die schadhafte Fahrbahn hin. Mario Heller

Die Signalisation weist auf die schadhafte Fahrbahn hin. Mario Heller

Mario Heller

Am Sonntag, 30. August, wird die Durchfahrt durch Niederlenz gesperrt und der finale Deckbelag auf das bereits sanierte Hauptstrassen-Teilstück aufgetragen. Damit wird die als «Jahrhundert-Projekt» bezeichnete millionenschwere Hauptstrassensanierung abgeschlossen.

Noch immer stehen am Dorfeingang von Wildegg herkommend und bei der Schürz auf beiden Strassenseiten Gefahrenschilder, welche die Automobilisten auf die beschädigte Fahrbahn aufmerksam machen.

Dabei geht es um ein 370 Meter langes Teilstück der Wildeggerstrasse von der Stampfimatt bis ins Unterdorf. Dieses war nicht Teil des ersten Projekts, soll nun jedoch ebenfalls saniert werden. Gleichzeitig werden neue Werkleitungen gelegt.

Vier wesentliche Änderungen

«Die Sanierung hat keine Auswirkung auf das Strassenbild. Dieses bleibt unverändert», sagt der beim Departement Bau, Verkehr und Umwelt zuständige Projektleiter René Wernli. Der Strassenraum wird für den Langsamverkehr, das heisst für Velofahrer und Fussgänger aufgewertet. Folgende Verbesserungen sind auf dem Streckenabschnitt geplant:

Die Kernfahrbahn von Wildegg herkommend wird bis zur Schürz verlängert. Nach der langen geraden Strecke wird beim Dorfeingang im Unterdorf (vor Elektro-Würgler) eine Eingangpforte in Form einer in der Fahrbahnmitte platzierten Insel die Fahrzeuglenker zwingen, ihr Tempo anzupassen.

Niederlenz bekommt sein erstes Rotlicht im Dorf: Die Abzweigung in die Schürz und Richtung Möriken wird künftig mit einem Lichtsignal geregelt. Dabei erhält der Bus ein Vortrittsrecht. Vor allem während der Rush Hour ist das Einmünden in die Hauptstrasse heute kaum möglich.

Weiter dorfeinwärts bei der Abzweigung in die Stampfimatt wird eine Fussgängerschutz-Insel als Hilfe zur Fahrbahnquerung markiert. Wegen zu tiefer Fussgängerfrequenzen wurde auf ein ordentlicher Fussgängerstreifen verzichtet.

Entlang des Aabachs von der Stampfimatt bis in die Schürz wird ein Gehweg gebaut, so dass sich die Fussgänger auf beiden Strassenseiten in einem geschützten Strassenraum bewegen können. Der Velostreifen ist Teil der Verkehrsfläche und wird mit einer gelben Linie markiert.

Sanierung bis im Frühling

Die Sanierungsarbeiten werden in zwei Teilstücke aufgeteilt. Zuerst kommt der 200 Meter lange Abschnitt von der Stampfimatt in die Schürz und anschliessend das 170 Meter lange Reststück bis ins Unterdorf an die Reihe.

Wie das kantonale Baudepartement mitteilt, wird mit den Bauarbeiten nach den Sommerferien, am 10. August, begonnen. Diese dauern voraussichtlich bis im Mai 2016. Während dieser Zeit wird der motorisierte Verkehr einspurig geführt und mit einer mobilen Lichtsignalanlage geregelt. Für die Belagsarbeiten im Knoten Schürz wird die Einmündung von und in Richtung Möriken für rund eine Woche gesperrt.

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