Lenzburg

Vandalen grillierten «Im Lenz»-Sitzbank – die Stadt zeigt die unbekannten Täter an

Keine Unachtsamkeit: Bei dieser Zerstörung war Mutwilligkeit im Spiel.

Keine Unachtsamkeit: Bei dieser Zerstörung war Mutwilligkeit im Spiel.

In den sozialen Medien sorgte der Vorfall für rote Köpfe: Unbekannte hievten eine 40 kg schwere Sitzbank auf einen brennenden Grill und zerstörten die Bank. Glücklicherweise hat die Stadt sonst aber nur wenig mit Vandalismus zu kämpfen.

Die Empörung und Wut über die Tat ist gross; in den sozialen Medien wie bei den Bewohnern des «Im Lenz»-Quartier: Bei der Brätelstelle im Aabachpark lag in der Altjahrswoche ein Bänkli quer über dem Grill. Die Mitte war weggebrannt, nur durch ein stark angekohltes Brett waren die beiden Enden der Sitzbank noch miteinander verbunden. Ein Bild des zerstörten Bänkli wurde in der Facebookgruppe «Du bisch vo Lenzburg wenn» gepostet, wo es für grossen Unmut und viele Schimpfworte sorgte. Die User können die Tat nicht verstehen.

Stadtschreiber Christoph Hofstetter hat am letzten Donnerstag von der Tat erfahren. «Die Stadt erstattet Anzeige», sagt er. Das werde bei Sachbeschädigungen immer so gemacht. Zwischen einer bis zu fünf Anzeigen pro Jahr seien das normalerweise. «Das geht von Graffitis an Schulanlagen bis zu beschädigten Polizeiautos», sagt er. Letzter Fall sei der brennende Altpapierstapel beim Schulhaus Mühlematt gewesen, der bei einer Fensterscheibe einen Schaden von mehreren zehntausend Franken angerichtet hat. «Dort sind die Umstände noch unklar, vielleicht hat auch ein weggeworfener Zigarettenstummel das Feuer verursacht», sagt Hofstetter. 

Mit Vorsatz zerstört

Bei der Brätelstelle im Aabachpark schien die Zerstörung mit Vorsatz geschehen zu sein. Das massive Holzbänkli mit metallenen Beinen dürfte nicht aus Unachtsamkeit auf den gut einen Meter hohen Grill geraten sein. Brätelstellen seien glücklicherweise eher selten das Ziel von Vandalen. Auch auf dem Gofi oder in der Wilmatte komme es aber ab und zu vor, dass ein Bänkli angesengt werde. «Doch diese Art von Vandalismus erleben wir sehr zum Glück selten», sagt Hofstetter.

Die Brätelstelle wurde zusammen mit dem Aabachpark im Frühling 2016 eröffnet. Im Park hat es mehrere Lenzburger Tische mit Bänken, die der Stadt gehören. Die Forstdiensten Lenzia stellen die Möbel her, eine Bank wiegt über 40 Kilogramm. Die neusten Tische im Aabachpark wurden von der Hypothekarbank Lenzburg zu ihrem 150-Jahr-Jubiläum gespendet.

Vandalismus im Aargau:

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