Am Rednerpult im historischen Schlossumfeld verglich Alexander Krebs die Schweiz mit erfolgreichen Firmen. Sein Fazit: «Unser Land verfügt im Kern über die gleichen Eigenschaften und Tugenden wie Spitzenunternehmen: Unser helvetisches Wirken basiert ebenso auf sympathischer Bescheidenheit, hoher Disziplin und guter Streitkultur.»

Krebs ist selber Unternehmer, wohnt mit seiner Familie in Lenzburg und präsidiert seit Jahren die Stiftung Dr. Hans Müller und Gertrud Müller. Er forderte die gegen dreihundert Anwesenden auf, die Komfortzone zu verlassen und das Spitzenland Schweiz zu hinterfragen. Ansonsten drohe der Abstieg in die zweite Liga. So weit sei es aber nicht: Die Schweiz sei ein Spitzenland, noch spiele die Nation in der Champions League.

«Trotz klarer Schwächen und Ungerechtigkeiten sind Wohlstand und Wohlfahrt so hoch wie nie zuvor. Unsere Rolle in der Welt ist beeindruckend.» Diese Errungenschaften gelte es zu bewahren. Krebs warnte davor, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. «Der eigene Erfolg ist auch der grösste Feind. Man gewöhnt sich an das Erreichte, wird unkritisch.»

Doch blase unserem kleinen Land der Gegenwind des internationalen politischen und wirtschaftlichen Wettbewerbs eisig und heftig entgegen. Krebs rief auf, die Spitzenposition der Schweiz mit den helvetischen Kerntugenden zu verteidigen: «Lasst uns gut streiten.» (rst)