Seon
Unterdorfstrassensanierung in Seon kostet 2,9 Millionen Franken

An der Gemeindeversammlung von morgen Freitag haben sich die Seoner Stimmbürger zu einem Strassenkredit, sieben Einbürgerungsgesuchen, der Zukunft der örtlichen Bauverwaltung und der Organisation der Sozialen Dienstleistungen zu äussern.

Fritz Thut
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Unterdorfstrasse und Stützmauer (rechts) sollen saniert werden. tf

Unterdorfstrasse und Stützmauer (rechts) sollen saniert werden. tf

Zuerst darf der Seoner Souverän Kenntnis nehmen von einem ausnehmend guten Rechnungsabschluss 2011. Mit einem Überschuss von 1,75 Millionen Franken fiel dieser rund 1,4 Millionen besser aus als budgetiert, was vor allem auf Aktiensteuereinnahmen zurückzuführen ist.

Viel Geld für kurzes Teilstück

Nicht mehr als Zufall ist die Tatsache, dass das einzige Kreditbegehren fast die gleiche Summe betrifft. Nahezu 1,4 Millionen beträgt der Gemeindeanteil am Betriebs- und Gestaltungskonzept Unterdorfstrasse. Die Kantonsstrasse K376 verbindet Seon mit Egliswil. Im relativ kurzen Steilstück zwischen Weberei- und Aabachstrasse soll die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Teuer ist vor allem der Ersatz der bisherigen altersschwachen Stützmauer durch eine neue Winkelstützmauer. Zudem ist durchgängig ein Trottoir vorgesehen. Der Abbruch der Liegenschaft Unterdorfstrasse 62, die in diesem Bereich die grösste Engnis schuf, wurde bereits erledigt.

Das Kreuzen von Lastwagen, heute ohne Ausweichen auf Gehweg oder Privatgrundstücke nicht überall möglich, soll künftig überall stattfinden können, allerdings mit reduziertem Tempo von 30 Kilometern pro Stunde. Inklusive Belagssanierung kostet dieses Projekt 2,9 Mio.; der Gemeindeanteil beträgt 48 Prozent.

Wie in 17 weiteren Gemeinden steht auch in Seon der Beitritt zum neuen Gemeindeverband «Soziale Dienstleistungen Region Lenzburg» auf der Traktandenliste.

Externe Bauverwaltung billiger

In Ausübung eines Überweisungsantrages an der Sommergmeind 2010 klärte der Gemeinderat die beste Lösung für die kommunale Bauverwaltung ab. Er prüfte dabei die bisherige externe Lösung und die Schaffung einer neuen Stelle in der Verwaltung – letzteres als Alleingang oder mit Anschluss an eine bestehende regionale Lösung (zum Beispiel Seengen).

Die Abklärungen ergaben klar, dass die bisherige Lösung für Seon die kostengünstigste und flexibelste Variante darstellt. Man bezahle da lediglich jene Dienstleistungen, die man wirklich brauche. Zudem habe das aktuell zuständige Unternehmen signalisiert, im Gemeindehaus Büros zu beziehen, was für die Bürger und auch intern für kurze Wege sorge. Aus diesem Grund schlägt der Gemeinderat vor, die Schaffung einer Bauverwaltung mit 200 Stellenprozenten abzulehnen und beim bisherigen Modell zu bleiben.

12 Personen aus 5 Ländern

Im weiteren haben die Seoner über sieben Einbürgerungsgesuche von zwölf Personen aus fünf verschiedenen Ländern zu entscheiden.