Staufen

Um sicherlich fünf Prozentpunkte: Die Steuern steigen 2022 wieder an

Für das Budget 2022 steht eine Steuerfuss­erhöhung von sicherlich fünf Prozentpunkten an.

Für das Budget 2022 steht eine Steuerfuss­erhöhung von sicherlich fünf Prozentpunkten an.

Beim Politapéro in Staufen wurde in die finanzielle Zukunft geblickt.

Rund 40 Personen begrüsste Gemeindeammann Otto Moser gestern zu einem Politapéro «unter besonderen Umständen». Alle Anwesenden trugen Masken, der obligate Apéro fiel weg. Auf dem Themenplan standen unter anderem die Finanzen von Staufen.

«2020 sieht erfreulich aus. Ertragsseitig sind wir über dem Budget, und der Aufwand ist kleiner als budgetiert», erklärte Gemeinderat Urs Welti. Auch die Coronakrise sei in Staufen aktuell aus finanzieller Sicht kaum spürbar. Die Gemeinde ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, letztes Jahr um rund 16,2 Prozent. Per Ende August hatte Staufen 4031 Einwohner. Von diesem Bevölkerungswachstum profitierte die Gemeinde bisher massiv, «nur spüren wir den Zuwachs aber auch bei den Ausgaben für Gesundheit und Soziales», so Welti.

Steuerfuss wird 2022 moderat erhöht

Das Budget 2021 beantragt der Gemeinderat mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 76 Prozent. Durch die grossen Investitionen in Sporthalle und Kindergarten von 13,04 Millionen Franken steht jedoch für das Budget 2022 eine Steuerfuss­erhöhung von sicherlich fünf Prozentpunkten an. «Es ist davon auszugehen, dass bei 81 Prozent noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist und der Steuerfuss ein Jahr später nochmals nach oben geht», sagte Welti den Anwesenden.

Auch ein Thema am Polit­apéro war die Wasserversorgung von Staufen. Die Gemeinde hat seit 1929 eine Grundwasserpumpe. Der Gemeinderat prüft nun eine gemeinsame Wasserbeschaffung mit Rup­perswil und Hunzenschwil im Gebiet Suhre und alternativ auch eine Zusammenarbeit mit der SWL AG. Durch die gemeinsame Beschaffung mit Hunzenschwil und Rupperswil wäre eine höhere Versorgungssicherheit für Staufen gewährleistet, sagte Otto Moser.

Als Nachteil nannte er unter anderem die hohen Investitionskosten und die lange Erstellungszeit. Für die Projektierung einer Wasserbeschaffung der Gemeinden Staufen, Hunzenschwil und Rupperswil wird der Gemeinderat an der Gmeind am 11. November einen Kredit von 266220 Franken beantragen. (asu)

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