Lenzburg
Über dem Strich, aber noch nicht gerettet

Der FC Lenzburg kann in der 2. Liga inter den Aufwärtstrend, der im Herbst bereits unter dem alten Coach Andreas Hediger eingesetzt hatte, auch mit dem neuen Spielertrainer Igor Drmic fortsetzen.

Fabio Baranzini
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Fabio Baranzini

In den letzten fünf Spielen vor der Winterpause gewann der FC Lenzburg drei Mal und holte sich zwei Unentschieden. Damit konnte die Mannschaft den äusserst schwachen Saisonstart halbwegs korrigieren. Dennoch wurde Trainer Andreas Hediger in der Winterpause durch Igor Drmic ersetzt. Der neue Mann, der bis Ende Saison als Spielertrainer agiert, hatte nur gerade einen Monat Zeit, um die Mannschaft kennenzulernen und die neuen Spieler, die in der Winterpause dazugestossen waren, ins Team zu integrieren.

«In den Vorbereitungsspielen hatten wir immer verschiedene Testspieler eingesetzt. Ich konnte daher nie mit meiner richtigen Mannschaft einen Match absolvieren. Wir mussten so in Kauf nehmen, dass wir das Cup-Qualifikationsspiel gegen Hergiswil verlieren», sagt Drmic, der auch das erste Meisterschaftsspiel gegen NK Pajde unter «Kennenlernen» abstempelt. Dieses Kräftemessen ging trotz einer guten zweiten Halbzeit mit 0:3 verloren.

Effizienz noch ausbaufähig

Nach den zwei Niederlagen zum Auftakt konnte der FC Lenzburg die letzten beiden Meisterschaftsspiele nun aber gewinnen. Jeweils mit 2:1 setzten sich die Blau-Weissen gegen Schlusslicht Subingen und den FC Olten durch. Noch erfreulicher als das Resultat war aber aus der Sicht des neuen Trainers die Spielweise: «Die Spieler setzen meine Ideen schon sehr gut um. Wir haben offensiv gespielt und waren stets am Drücker. Einzig bei der Effizienz vor dem Tor müssen wir uns noch steigern», sagt Drmic.

Dennoch ist sich der 32-Jährige bewusst, dass der Ligaerhalt noch längst nicht im Trockenen ist, auch wenn sein Team zwei Mal in Folge gewinnen konnte und derzeit über dem Strich klassiert ist. «Solange es rechnerisch noch möglich ist, dass wir absteigen, dürfen wir kein bisschen nachlassen. Durch die beiden Siege hat sich nicht viel geändert. Wir stehen immer noch im Abstiegskampf, wollen aber so schnell wie möglich ins Mittelfeld vorstossen.» Den nächsten Schritt in Richtung Mittelfeld kann der FC Lenzburg am Sonntag (15 Uhr, Wilmatten) im Heimspiel gegen Höngg machen. «Obwohl Höngg als Tabellenführer der Favorit ist, wollen wir uns nicht verstecken, sondern frech und mutig auf Sieg spielen», verspricht Drmic.

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