Lenzburg
Über 20 000 Besucher: Ausstellung über Hero zum letzten Mal in aller Munde

Die Sonderausstellung «125 Jahre Hero Konservenfabrik» im Museum Burghalde in Lenzburg ist zu Ende gegangen. Die Exhibition zog das Publikum aus dem ganzen Land an und musste wegen dem Erfolg zwei Mal verlängert werden.

Heiner Halder
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Urs F. Meier, Stiftungsratspräsident Museum Burghalde, Christina Fankhauser, Kuratorin, und Richard Werder, Generalmanager Hero Schweiz, lassen sich an der Finissage die Ravioli munden. HH.

Urs F. Meier, Stiftungsratspräsident Museum Burghalde, Christina Fankhauser, Kuratorin, und Richard Werder, Generalmanager Hero Schweiz, lassen sich an der Finissage die Ravioli munden. HH.

Zum letzten Mal war am Wochenende «Hero in aller Munde»: Zur gut besuchten Finissage der gleichnamigen Sonderausstellung wurden Ravioli offeriert. Was denn sonst?

Nicht von ungefähr produziert die Konservenfabrik jährlich 2000 Tonnen gefüllte Teigtaschen und weltweit über 200 Millionen Konfitürenportionen. Hero-Produkte wecken eben Emotionen, wusste Richard Werder, Generalmanager Hero Schweiz, zu berichten.

Das hat auch das Museum Burghalde gespürt. «Die Besucher waren überrascht, wie reichhaltig die Geschichte dieser Firma ist»; das zum 125-Jahr-Jubiläum vor der Züglete ins Hornerfeld dem Museum Burghalde geschenkte «Hero-Archiv» zeige Aspekte der Industrie-, Landwirtschafts- und Werbe-, Sozial- und Alltagsgeschichte in der Schweiz, betonte Museumsleiterin Christine von Arx die Bedeutung des Materials.

«Qualität eines Dauerbrenners»

Die aufgrund ihres Erfolges zweimal verlängerte Ausstellung lockte ein breites Publikumsspektrum aus dem ganzen Land an. Rund 210 Führungen wurden gebucht, die Besucherzahlen stiegen im Eröffnungsjahr um 1200 auf 6400, 2012 waren es bereits 6900 und dieses Jahr etwa gleich viel.

Eine Ausstellung «mit der Qualität eines Dauerbrenners». Deshalb wird Hero im modernisierten Museum im Seifihaus «dauerhaft einen prominenten Platz im Teil der Industriegeschichte Lenzburgs haben», verriet von Arx.

«Mit der Ausstellung und mit der Drucklegung des Buches zur Geschichte der Hero hat unser Museum einen Kraftakt sondergleichen abgeliefert», blickte Urs F. Meier zurück. Der Präsident der Stiftung Museum Burghalde hielt fest, beides sei «die Referenz an eine Industrie, die unsere Stadt und unsere Region sehr geprägt und den Namen Lenzburg in der ganzen Welt bekannt machte.» Dies kommt im Slogan «Lenzburg ist Hero und Hero ist Lenzburg» zum Ausdruck.

«Konfitürenwalzer» zum Abschluss

Die damalige Interims-Museumsleiterin Christina Fankhauser als kreative Kuratorin, zugezogene Fachleute, Autoren vom Schweizerischen Wirtschaftsarchiv Basel realisierten dank finanzieller Unterstützung von Stadtrat, Ortsbürgergemeinde und grosszügigen Gönnern, auch aus den Gründerfamilien, auf der Grundlage der von André Brunner präparierten Sammlung ein nachhaltiges Werk, wie sich jetzt zeigt.

Die Finissage, musikalisch umrahmt vom Lukullus Quintett mit dem «Konfitürenwalzer» von anno 1910 und weiterer Salonmusik, Apéro, Raviolischmaus und letzten Führungen, weckte nochmals nostalgische Erinnerungen. Und das wohl nicht zum allerletzten Mal.