Seon

Trotz Vorgeschichte: neuer Versuch für Tempo 30

Die Umrüstung auf Tempo 30 würde in Seon 40'000 Franken kosten. (Symbolbild)

Die Umrüstung auf Tempo 30 würde in Seon 40'000 Franken kosten. (Symbolbild)

Für neue Tempo-30-Zonen muss die Gemeindeversammlung von Seon 40'000 Franken bewilligen. Der Gemeinderat empfiehlt, den entsprechenden Antrag abzulehnen.

Tempo 30 und Seon haben eine schwierige Vergangenheit. 2011 schlug der Gemeinderat die flächendeckende Einführung von Tempo 30 auf Gemeindestrassen vor. Das Kreditbegehren wurde an der Gmeind bachab geschickt. Gegen diesen Beschluss ergriff ein Komitee das Referendum. Tempo 30 scheiterte erneut, dieses Mal an der Urne. Doch die Tempo-30-Anhänger lassen sich nicht ausbremsen. An der Gmeind im November 2016 wurde ein Überweisungsantrag für die Einführung von Tempo 30 am Breitenweg und an der Webereistrasse überbracht. Für diese Tempo-30-Zonen müssen die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung am Freitagabend über einen Kredit von 40'000 Franken abstimmen. So viel kostet die Umrüstung der Strassen.

Der Gemeinderat rät, den Überweisungsantrag abzulehnen. Die zerstückelte Einführung von Tempo 30 würde Schleichverkehr begünstigen und im weiteren Ausbau mehr kosten. Die einzige Lösung sei die flächendeckende Einführung. Ein weiteres Traktandum befasst sich mit dem Verkehr in Seon: Am Knoten der Kantonsstrassen Unterdorfstrasse/Seetalstrasse soll eine neue Linksabbiegespur gebaut werden. Zusätzlich sollen neue Fussgängerstreifen für mehr Sicherheit sorgen, da in Zukunft mit der neuen Seetalbahn-Haltestelle mehr Fussgänger den Knoten überqueren werden. Der Verpflichtungskredit für den Umbau des Knotens beläuft sich auf 688'000 Franken. Für die Seetalbahn-Haltestelle Seon Nord ist ein Zusatzkredit von 301'190 Franken traktandiert. Wegen Verzögerungen reicht der bereits 2006 bewilligte Kredit von 768'400 Franken nicht mehr aus. (jgl)

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