Lenzburg
Trotz Sex-Video des FC Lenzburg: Hypi Lenzburg bleibt Hauptsponsor

Der Hauptsponsor des FC Lenzburg – die Hypothekarbank Lenzburg – wird den Verein auch nach seinem Sex-Video-Skandal unterstützen. Dieser Vorfall konnte das Vertrauen nicht zerstören.

Janine Müller
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Die Spieler des FC Lenzburg können aufatmen.

Die Spieler des FC Lenzburg können aufatmen.

zvg

Ein Gespräch zwischen Marianne Wildi, CEO Hypothekarbank Lenzburg und Klub-Co-Präsident Ulrich Bruder hat Klärung gebracht: Die Bank bleibt weiterhin Hauptsponsor des FC Lenzburg. «Wir machen unseren Sponsoringbeitrag nicht von einem Einzelfall abhängig», sagt Wildi.

Aufatmen beim FC Lenzburg: Der Hauptsponsor – die Hypothekarbank Lenzburg – wird den Fussballklub weiterhin finanziell unterstützen. Im selben Rahmen wie zuvor, wie Marianne Wildi, CEO der Hypothekarbank Lenzburg gegenüber der Aargauer Zeitung bestätigt.

Offenes, ehrliches Gespräch

«Wir hatten ein offenes, ehrliches Gespräch mit der Klubleitung. Das Vertrauen ist weiterhin da», sagt Wildi. Das sei eine gute Basis für die weitere Zusammenarbeit. Und: «Wir wollen unseren Sponsoring-Beitrag nicht von einem solchen Einzelfall abhängig machen.» Wildi geht nicht von einem grossen Schaden für die Bank aus. «Ich hoffe es jedenfalls nicht», fügt sie an.

Ulrich Bruder, Co-Präsident des FC Lenzburg, ist froh, dass das Gespräch so gut verlaufen ist. «Wir hatten in den letzten Jahren ein gutes Einvernehmen mit unserem Hauptsponsor. Darum bin ich davon ausgegangen, dass die Zusammenarbeit weiterhin bestehen wird.»

Jugendarbeit war ausschlaggebend

Ausschlaggebend für die Hypothekarbank war vor allem die gute Kinder- und Jugendarbeit, die der Fussballklub leistet. «Unser Beitrag kommt ja auch dem Nachwuchs zu Gute», sagt Wildi. «Die Menschen in der Region werden sicher verstehen, dass wir den Fussballklub weiterhin unterstützen.»

In die Schlagzeilen geraten ist der FC Lenzburg wegen eines Sex-Videos. An der Meisterfeier der 1. Mannschaft kam es im Juni in Zürich zu einer sexuellen Handlung. Die Klub-Masseurin befriedigte einen Spieler mit der Hand – vor versammelter Mannschaft. Dies wurde auch mit dem Handy gefilmt. Die Frau wurde daraufhin entlassen.

Bruder betonte einmal mehr, dass sich der Vorfall an einer privaten Veranstaltung ereignet habe. Die Party sei nicht vom FC Lenzburg organisiert gewesen. Es seien auch nur «ausschliesslich einzelne Spieler» anwesend gewesen.