Rupperswil

Trotz Nieselregen: Liebevolle Schnitzereien und Kinderlieder am Räbeliechtli-Umzug

Räbeliechtliumzug in Rupperswil

Räbeliechtliumzug in Rupperswil

 

Überall in der Region wird wieder geschnitzt und gesungen — die AZ war in Rupperswil dabei.

Feierliches und erwartungsvolles Gemurmel erfüllt die in feuchtkalte Dunkelheit gehüllte Arena hinter dem Juraschulhaus in Rupperswil. Es riecht unverkennbar nach angebrannten Räben. Und wohin man schaut: blinkende Laternen und leuchtende Kinderaugen.

Die kühlen Temperaturen und der hartnäckige Nieselregen scheinen niemandem etwas auszumachen. Denn der ersehnte Moment ist da: Besammlung zum traditionellen herbstlichen Höhepunkt, dem grossen Räbeliechtli-Umzug durchs Dorf. Die Ungeduld ist den Kindern ins Gesicht geschrieben: Wann geht es endlich los? Und dann ist es so weit, der leuchtende und blinkende Tatzelwurm aus über 250 Rupperswiler Kindern (Chindsgi bis zweite Klasse Primar) setzt sich in Bewegung. Alle Ungeduld ist vergessen.

Warum nehmen Sie und ihre Kinder am Umzug teil?

Liebevolle Schnitzereien

An der Spitze des langen Zugs geben drei Tambouren das Tempo vor. Und als die Trommeln verstummen, erklingt Gesang aus unzähligen Kinderkehlen: «Räbeliechtli, Räbeliechtli, chömed alli Chind!» Wie eine magische, leuchtende Schlange windet sich der Räbeliechtli-Umzug kreuz und quer durchs Dorf. Die eigens abgedunkelten Quartierstrassen sind von den Familien der Kinder gesäumt, viele ihrerseits ausgerüstet mit eigenen, liebevoll geschnitzten Räben.

Der Verkehr steht, selbst auf der Hauptstrasse, für einige besinnliche Minuten still.
Wer genauer hinschaut, erkennt sogleich: Die Kinder und Eltern in Rupperswil haben beim Schnitzen der Räben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen: Neben traditionellen Motiven wie Sternen, Herzen, Wellen und Zackenmustern haben auch ausgesprochen anspruchsvolle Sujets ihren Weg auf die Rupperswiler Reben gefunden: Mäuse, Baumsilhouetten, herzige Katzen und Hündli.

Nach dem langen Marsch durchs Dorf sind vor allem die jüngsten Räbeliechtliträger dann doch ziemlich geschafft — da kommt ihnen das feine Zuckerbrötli gerade recht.

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