Seetal

Tourismus-Mitglieder waren an der Generalversammlung sprachlos

René Bossard geniesst als Präsident von Seetaltourismus das stille Vertrauen der Basis.

René Bossard geniesst als Präsident von Seetaltourismus das stille Vertrauen der Basis.

Keine Voten, keine Gegenstimmen, alle Chargen bestätigt. Die 19. Generalversammlung des Vereins Seetaltourismus warf – obwohl im Wasserschloss Hallwyl abgehalten – keine Wellen. Läuft also alles optimal?

Ein überschaubarer Teil der total 120 Mitglieder von Seetaltourismus versammelte sich im Mehrzweckraum von Schloss Hallwyl. Die Anbieter und Freunde der touristischen Infrastruktur in der Region schienen während der kaum einstündigen Generalversammlung fast in Routine zu erstarren.

Alle Anträge des Vorstandes wurden ohne Diskussionsbeitrag einstimmig durchwinkt; der Vorstand in globo für eine weitere, dreijährige Amtsperiode bestätigt und Anregungen keine geäussert. Fragen wie «Wieso bleibt der Vorstandsposten Hotellerie/Gastronomie weiter vakant?» oder «Wieso kürzt der Kanton Luzern seinen Beitrag um einen fünfstelligen Betrag?» blieben ungestellt.

Positiv interpretiert, kann das ruhige Verhalten der Vereinsmitglieder als grenzenloses Vertrauen in die Arbeit des Vorstandes und des Teams des Tourismusbüros ausgelegt werden. Präsident René Bossard, der unerschütterliche Motor aller touristischen Bestrebungen im Seetal, muss bei der Abfassung seines Jahresberichts die lethargische GV vorausgeahnt haben: «Das Jahr 2014 verlief, wie es sich für das Seetal gebührt, ruhig und überschaubar.» Einem kleinen Einbruch bei den Übernachtungszahlen stand eine Zunahme der Zugriffe auf die Website www.seetaltourismus.ch um 28 Prozent und ein Reingewinn von 6000 Franken in der Vereinskasse gegenüber.

Der umtriebige Vorstand will auch in diesem Jahr Neues anpacken. Neben dem E-Bike-Projekt «Herzschlaufe Seetal» (az vom 21. April) soll beispielsweise die zusammen mit «aarau Info» herausgegebene Gästekarte für 2016 neu konzipiert werden.

Schwangere «Königin der Nacht»

Vor dem Apéro im Schlosshof sorgte Gastreferent Ruedi Suter noch für etwas Farbe. Das Vorstandsmitglied des Vereins «Oper Schloss Hallwyl» erzählte von allgemeinen Herausforderungen und über die aktuelle Produktion «Die Zauberflöte» von diesem Sommer: Was macht man beispielsweise, wenn eine designierte «Königin der Nacht» kurz vor Vertragsunterzeichnung mitteilt, dass sie während der Produktionszeit ein Baby erwartet?

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