Fenstersturz
Toter Profi-Bodybuilder stammt aus Hallwil: «Sandro wollte immer der Beste sein»

Die Spuren des Profi-Bodybuilders, der am Freitagabend tot im Niederdorf aufgefunden wurde, führen nach Hallwil. Dort ist Sandro H. aufgewachsen. Sein ehemaliger Primarlehrer wie auch sein bester Freund aus Kindertagen können das Unglück kaum fassen.

Merken
Drucken
Teilen

Am Freitagabend fanden Passanten im Niederdorf eine leblose Person auf der Strasse. Beim Mann handelte es sich um einen berühmten Schweizer Bodybuilder. Wie Recherchen von «Tele M1» zeigen, ist Sandro H. in Hallwil aufgewachsen. Dort ist die Trauer um den Verstorbenen gross.

«Ich konnte es fast nicht glauben», sagt Erich Zwahlen, ehemaliger Primarlehrer von Sandro H., tief betroffen. «Es macht einen einfach nur traurig, wenn man sieht, dass es so einen lieben Menschen – wie ich ihn von früher kannte – plötzlich nicht mehr gibt.»

Wie Sandro H. im Milieu gelandet ist, kann sich Zwahlen nicht erklären. Genauso wenig sein Interesse am Bodybuilding und den angeblichen Kokain-Konsum. Ein unscheinbarer Schüler sei er gewesen, immer sehr schweigsam. «Er gehörte zu den zehn ruhigsten Schüler, die ich je gehabt habe», so Zwahlen. Dennoch sei er in der Klasse gut sozialisiert gewesen.

Aus dem dritten Stock dieses Gebäude stürzte Sandro H. in die Tiefe.

Aus dem dritten Stock dieses Gebäude stürzte Sandro H. in die Tiefe.

Tele Züri

«Er wollte immer der Beste sein»

Das bestätigt auch sein bester Freund aus Kindertagen gegenüber «Tele M1». Zielstrebig sei Sandro H. gewesen. «Er wollte immer der Beste sein.»

Wie genau es zum Sturz aus dem Fenster kam, ist noch unklar. Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass der 32-Jährige Selbstmord begangen hat.

Kurz vor seinem Tod beabsichtigte der Bodybuilder einen Fitnessclub in Zürich Seebach zu eröffnen. Auf Facebook posierte er stolz vor der noch leeren Trophäenwand.