Es ist der endgültige Todesstoss. Der Bagger der Rückbaufirma demontiert Wand um Wand, Teil um Teil. Nun ist auch die Mauer mit dem Schriftzug «Schoren» an der Reihe.

Es ist das Ende einer einst legendären, aber nun seit gut zehn Jahren leer stehenden Lastwagenchauffeur-Beiz, wie es in der Schweiz immer weniger gibt. Der «Schoren» ist bald Geschichte, doch lebt der Name weiter: Das Gebäude muss Platz machen für den Schoren-Kreisel, einem Element des Ausbaus der Aarauerstrasse.

Ausbau der Aarauerstrasse Schafisheim/Hunzenschwil

Ausbau der Aarauerstrasse Schafisheim/Hunzenschwil

Als diese Strasse als schnellste Verbindung von Zürich nach Bern noch eine Hauptverkehrsachse im Schweizer Mittelland war, kehrten die Brummi-Lenker hier ebenso gern ein, wie Aussendienstmitarbeiter und andere Berufschauffeure.

Tempi passati. Mit dem Bau der Autobahn A1 verlagerten sich die Verkehrsströme und mit den strengeren Anforderungen in der Geschäftswelt änderten sich auch die Verpflegungsgewohnheiten. Dem «Schoren» fehlte Geld für die notwendigen Sanierungen. Das Areal wurde verkauft, doch die Baubewilligung für ein hier vorgesehenes Hotel liess der neue Eigentümer ungenutzt verstreichen.

Seetalstrasse im Sommer gesperrt

Weil Ausbau und Sanierung der Aarauerstrasse anstehen, muss das Gebäude jetzt weg. Es ist eine Vorbereitung für die Arbeiten am Knoten Schoren auf Schafisheimer Gebiet und am Knoten Hauptstrasse auf Hunzenschwiler Gebiet. Und es ist die Fortsetzung des im letzten Jahr abgeschlossenen Knotens Jumbo.

Gemäss Mathias Blaser, Projektleiter bei der Abteilung Tiefbau des kantonalen Baudepartements, geht es nun nahezu Schlag auf Schlag, was auch die beiden zuständigen Gemeinderäte Robert Hochstrasser (Hunzenschwil) und André Kreis (Schafisheim) freut.

Mitte Februar, so Blaser erfolgt der Start mit Vorarbeiten im Strassenbereich. Im April wird die provisorische Lichtsignalanlage in Betrieb genommen und die Fahrspuren werden je nach Arbeitsfortschritt angepasst, wobei hier – anders als beim Jumbo-Knoten – stets je eine Fahrspur in jede Richtung zur Verfügung steht. Mit dem geplanten Bauablauf versucht man, Behinderungen möglichst gering zu halten. Grössere Probleme erwartet der Projektverantwortliche höchstens, wenn A1-Ausweichverkehr auf diese Route drängt, die ohnehin schon von etwa 28 000 Fahrzeugen pro Arbeitstag befahren wird.

Die grössten Einschränkungen gibt es während des Sommers wenn der südliche Arm des Schoren-Kreisels Richtung Schafisheim für einige Wochen vollständig gesperrt werden muss. Der Verkehr aus dem und ins Seetal wird dann via Staufen oder Lenzburg umgeleitet.

Das Projekt soll 2016 beendet werden. «Vorgesehen ist, dass die wichtigen Arbeiten bis Ende Jahr abgeschlossen sind», so Blaser. Es könne sein, dass die Deckbeläge erst 2017 erstellt werden, lässt er ein Hintertürchen offen.