Seengen
«Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin für einmal ganz grauselig

Grossaufmarsch zur neuesten Gespensternacht im kalten Schloss Hallwyl: Der im Nachbarort wohnende «Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin las grauselige Geschichten.

Fritz Thut
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«Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin las an der Gespensternacht der Gesellschaft zum Falken und Fisch im Schloss Hallwyl. tf

«Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin las an der Gespensternacht der Gesellschaft zum Falken und Fisch im Schloss Hallwyl. tf

Noch nie hatten sich derart viele Personen – dick eingemummt und zur Not mit Kappe und Handschuhen ausstaffiert – im winterlich kalten Gemäuer von Schloss Hallwyl eingefunden wie diesmal: Die Gesellschaft zum Falken und Fisch lud zur traditionellen Gespensternacht.

Der im Nachbarort Boniswil wohnhafte Moderator der SRF-«Tagesschau» erwies sich als Zugnummer par excellence. Und für einmal hätte sich der Förderverein von Schloss und Museum Hallwyl etwas umbenennen können: Gesellschaft zum Falklin und Fischlin.

Ein Kindergarten in Brasilien

Franz Fischlin rechtfertigte die durch den Aufmarsch von über fünf Dutzend Interessierten manifestierten Vorschusslorbeeren durch eine farbige und gestenreiche Vorlesung sowie durch seine charmanten Ein- und Überleitungen. Hier, wie auch bei der «Tagesschau», gehe es darum, Geschichten zu erzählen. Hier wie da gabs Grausliges zu hören, dachten sich am Schluss viele im Publikum.

Kurator Thomas Frei war für die Auswahl der Schauergeschichten zuständig. Das Spektrum der Autoren reichte vom norwegischen Literaturnobelpreisträger Knut Hamsun über Fontane, Heine, Hohler bis hin zu Frei selbst, dessen Geschichte über einen kopflosen Vampir bewies, dass Grusel-Geschichten durchaus auch spontane Lacher erzeugen können.

Fischlin verzichtete auf ein Honorar. «Falken und Fisch» überweist trotzdem einen Betrag an jene Stiftung, mit der Fischlin und seine Ehefrau einen Kindergarten im brasilianischen Urwald unterstützen.