Lenzburg

Swissmechanic Aargau investiert massiv in die Ausbildung

Bereit für die Lernenden: (von rechts) Florian Abt, Zenterleiter Swissmechanic Lenzburg, Hugo Bühler, Präsident Swissmechanic Aargau, Hans Ort, Inhaber des Drehmaschinenherstellers GDW.

Neue Drehmaschinen für die Lernenden an der Berufssschule Lenzburg

Bereit für die Lernenden: (von rechts) Florian Abt, Zenterleiter Swissmechanic Lenzburg, Hugo Bühler, Präsident Swissmechanic Aargau, Hans Ort, Inhaber des Drehmaschinenherstellers GDW.

Rekordsumme für elf neue Drehmaschinen im Berufsschul- und Weiterbildungszenter Lenzburg: Die Swissmechanic Aargau zeigt sich zum Jubiläum spendabel.

Die Sektion Aargau des Arbeitgeber- und Berufsverbandes Swissmechanic macht sich zu ihrem 50. Geburtstag ein besonderes Geschenk: Sie investiert kräftig in ihren Aus- und Weiterbildungsstandort Lenzburg. Für 750‘000 Franken wurden elf neue Drehmaschinen erworben. Im Kurszenter Lenzburg wurden bisher mehr als 5000 junge Fachkräfte ausgebildet.

 Hugo Bühler, Präsident der Swissmechanic-Sektion Aargau, bezeichnete die Feier zur offiziellen Einweihung der elf neuen Drehmaschinen als Höhepunkt rund um das 50-Jahr-Jubiläum. Er sei sehr stolz, dass die Sektion Aargau die zukünftigen Berufsleute mit einer wegweisenden Investition in Höhe von 750‘000 Franken mit modernsten Maschinen ausbilden könne. Swissmechanic Aargau investiere in eine zukunftssichere Ausbildung auf hohem Niveau.

Bühler erinnerte daran, dass der Schweizer Berufsnachwuchs in Europa führend sei.
Ende August gewannen 41 junge Schweizer Fachkräfte an den WorldSkills in Kazan (Russland)
16 Medaillen, davon 5 Goldmedaillen. Die Schweizer Delegation erreichte damit unter 1600 Teilnehmern aus 63 Nationen Rang drei hinter China und Korea.

Hochstehende Ausbildung als Trumpf

Eine hochstehende Ausbildung sei für Betriebe in Westeuropa der Schlüssel, um im weltweiten Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben, sagte Hans Ort, Geschäftsführer und Inhaber der Drehmaschinen-Manufaktur GDW im fränkischen Höchstadt an der Aisch. GDW ist der Hersteller der von Swissmechanic Aargau beschafften Drehbänke. Für ihn, sagte Ort, seien die Schweizer Branchenvertreter stets ein Vorbild bezüglich Qualität und Präzision gewesen.

Tobias Widmer, Rektor der Berufsschule Lenzburg, hob in seiner Grussbotschaft die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Ausbildungsbetrieben, Swissmechanic Aargau und der Berufsschule Lenzburg hervor. Anders wäre es nicht möglich, ein vergleichbares Kompetenz-zentrum für den Maschinenbau erfolgreich zu betreiben.

Unterstützung in „Bundesbern“

Hansjörg Knecht, Müllereiunternehmer aus Leibstadt, Nationalrat und Ständeratskandidat, räumte in seinem Keynote-Referat ein, er bewege sich nicht tagtäglich auf dem Terrain der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Seine Müllerei verarbeitet 20‘000 Tonnen Getreide pro Jahr und produziert über 300 Sorten Mehl. Themen wie Digitalisierung und Industrie 4.0 seien aber auch ihm nicht fremd, sagte Knecht. Er schätze es, die Hightech-Anlagen „ganz einfach mit meinem Smartphone steuern zu können“. Ein grosses politisches Anliegen in „Bundesbern“ bleibe es, die Regulierung auf das nötige Minimum zu beschränken und die KMU „von bürokratischen Fesseln zu befreien“.

Seit 1981 in Lenzburg

Swissmechanic Aargau ist eine von 14 selbständigen Sektionen des nationalen Dachverbandes. Ihr gehören 100 Mitgliedsfirmen an. Neben der Erweiterung der Mitgliederbasis nennt Bühler zwei vorrangige Ziele: Junge für mechanisch-technische Berufe zu begeistern und deren Eltern vom hohen Stellenwert einer Berufsbildung zu überzeugen, die interessante Verdienstmöglich-keiten biete. Die Sektion wurde 1969 gegründet. Die Kurswerkstatt an der Berufsschule Lenzburg wurde 1982 in Betrieb genommen. Im Ausbildungszenter arbeiten sechs Instruktoren. Seit dem Start wurden in Lenzburg über 5000 Lernende ausgebildet. Aktuell sind es 330 Lernende. Es werden neun Berufe angeboten.

Swissmechanic ist der führende Arbeitgeber-, Fach- und Berufsverband der KMU der MEM-Branche (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie). Der Verband vertritt rund 1200 Mitglieder mit über 70‘000 Beschäftigten, davon 6000 Auszubildende. Der Jahresumsatz der Mitglieder beträgt rund 15 Milliarden Franken. (az)

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