Hallwil
Super-Landi für das Seetal: Agrarorganisation will bis zu 15 Millionen investieren

Das ist ein Grossprojekt für Hallwil: Unmittelbar an der Seetalbahn, in der Gewerbezone Breite bei der ehemaligen Kistenfabrik, plant die Agrarorganisation fenaco einen grossen Landi-Laden.

Fritz Thut
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Auf dem Areal der ehemaligen Kistenfabrik in Hallwil ist eine grosse Landi vorgesehen.

Auf dem Areal der ehemaligen Kistenfabrik in Hallwil ist eine grosse Landi vorgesehen.

AZ

An der Vorstandssitzung des Regionalplanungsverbandes Lenzburg-Seetal wurde ein Grossprojekt für Hallwil präsentiert: Unmittelbar an der Seetalbahn, in der Gewerbezone Breite bei der ehemaligen Kistenfabrik, plant die Agrarorganisation fenaco einen grossen Landi-Laden mit angeschlossenem Agro-Kompetenz-Zentrum für Landwirtschaftsbedarf sowie eine Produkteannahmestelle.

Mit dem Neubau, der laut fenaco-Projektleiter Ueli Thöny Investitionen zwischen 10 und 15 Millionen auslösen und später 10 bis 15 Arbeitsplätze bieten wird, werden die bisherigen Landi-Standorte in Seengen und Seon aufgehoben.

Fusion noch offen

Anstelle von zwei Verkaufsläden inmitten von Wohnquartieren soll ein einziger Standort am Dorfrand entstehen. Die gute verkehrsmässige Erschliessung gab den Ausschlag für Hallwil. Auf die Volg-Läden in der Region hat das Projekt keinen Einfluss.

Ob die bisherigen örtlichen landwirtschaftlichen Genossenschaften, die die Seenger und Seoner Landi betreiben, fusioniert werden oder nicht, liess Thöny offen. «Wir finden für beide Varianten eine tragfähige Lösung», zeigte sich der Projektleiter optimistisch.

Die Gemeindevertreter von Seengen und Seon, die zwar bedauern, dass sie ihre eigene Landi verlieren, konnten die Überlegungen der Trägerorganisation nachvollziehen: «Das vorgelegte Konzept überzeugt.»

Dieser Meinung schlossen sich alle RPV-Delegierten an, nachdem Planer Thomas Meier dargelegt hatte, dass aus regionaler Sicht nichts gegen die notwendig werdende Teilrevision Nutzungsplanung Gewerbezone Breite spricht: Die Erschliessung für den Strassenverkehr ist über den Kistenfabrik-Kreisel gewährleistet, mit dem nahen Bahnhof ist der öV angebunden und selbst das Kriterium der «städtebaulichen Einbindung» ist erfüllt.

Endlich wieder ein Laden im Dorf

Freude über das Überspringen dieser ersten planungstechnischen Hürde hatte natürlich der Hallwiler Vizeammann Daniel Lüscher: «Nachdem die Seetalbahnsanierung über 30 Jahre die Entwicklung im Dorf behindert hat, herrscht jetzt Aufbruchstimmung.»

Mit dem Landi-Projekt bekommt Hallwil wieder einen zentrumsnahen Laden für Artikel des täglichen Bedarfs. Mindestens 120 der total maximal 1800 Verkaufsquadratmeter sollen für diesen Bereich reserviert sein.

Auch die Natur ist eine Gewinnerin des Projektes. Die Revision der Nutzungsplanung sieht neben der Verlegung auch die Offenlegung des Wannenmoosbaches vor. Auf der östlichen Seite der Seetalstrasse soll der aktuell eingedohlte Bach bis zum Aabach freigelegt werden.

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