Dintikon
Steuern höher als budgetiert – 884'000 Franken Überschuss

Ein angefochtener sechsstelliger Steuerbetrag musste in der Rechnung 2014 bereits verbucht werden, obwohl noch eine Einsprache hängig ist. Die Umstellung auf das Rechnungsmodell HRM2 hat die eigenen Mittel um über 20 Millionen Franken erhöht.

Ruth Steiner
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Ruedi Würgler, Gemeindeammann Dintikon

Ruedi Würgler, Gemeindeammann Dintikon

Nadja Rohner

Der Blick in den Jahresabschluss gibt den Dintikern Grund zur Freude: Die Rechnung 2014 schliesst mit einem Überschuss von gut 884 000 Franken ab. Das sind 700 000 Franken besser, als das Budget vorsah. Die Jahresrechnung steht auf der Traktandenliste der Gemeindeversammlung kommenden Mittwoch, 17. Juni.

Urteil gegen Einsprache offen

«Das Ergebnis haben wir vor allem höheren Steuereinnahmen aus Nachzahlungen und aktivierten Veranlagungen privater Personen sowie Gewinn- und Kapitalsteuern juristischer Personen zu verdanken», begründet Gemeindeammann Ruedi Würgler die Abweichung. Zugleich präzisiert er: «Bei den aktivierten Veranlagungen handelt es sich unter anderem um eine Steuerveranlagung, gegen die ein Einspracheverfahren hängig ist.» Gestützt auf die kantonalen Vorgaben habe man den Betrag in sechsstelliger Höhe bereits jetzt in der Rechnung berücksichtigen müssen.

Ruedi Würgler, Gemeindeammann Dintikon

Ruedi Würgler, Gemeindeammann Dintikon

Nadja Rohner

Dies obwohl das Gericht noch nicht darüber befunden habe. Besser als budgetiert zeigen sich auch die Positionen Verkehr, wo der Gemeindebeitrag an den Kanton für noch nicht umgesetzte Lärmschutzmassnahmen sowie der tiefere Aufwand für den öffentlichen Verkehr mit rund 96 000 Franken positiv zu Buche schlagen. Bei der Sozialen Sicherheit führten weniger Gesuche um Sozialhilfe zu einem um 63 000 Franken besseren Resultat. Für eine negative Überraschung sorgten hingegen die Ausgaben bei der Bildung. Der Gemeindebeitrag an die Lehrpersonen der Volksschulen und Kindergärten fällt um gut 202 000 Franken höher aus als die Vorgaben des Kantons.

Die Umstellung auf das Rechnungsmodell HRM2 hat die eigenen Mittel um über 20 Mio. auf 36,9 Mio. Franken erhöht.

Zwei Einbürgerungen traktandiert

An der Wintergmeind vor einem halben Jahr hat das 2100-Seelen-Dorf im Bünztal kantonsweit von sich reden gemacht, als es einer Mutter mit zwei Kindern aus dem Kosovo die Einbürgerung verwehrte.

An der kommenden Gmeind stehen zwei Einbürgerungsgesuche an. Dasjenige eines deutschen Staatsbürgers, der seit über zwanzig Jahren in der Schweiz, und seit 2009 in Dintikon wohnt, und einer Italienerin, die in der Schweiz geboren wurde und sich ebenfalls vor sechs Jahren im Ort niederliess. Den beiden dürfte laut Würgler das Gemeindebürgerrecht wahrscheinlich erteilt werden.