Staufen
Staufen investiert 1,5 Millionen Franken für zwei neue Bushaltestellen

An der Gemeindeversammlung am 9. Juni sollen zwei Kredite für Bushaltestellen bewilligt werden. Ausserdem geht es um sieben Kreditabrechnungen.

Anja Suter
Merken
Drucken
Teilen
Zwischen Esterli-Flöösch (l.) und Zelgli-Überbauung soll es eine Bushaltestelle geben.

Zwischen Esterli-Flöösch (l.) und Zelgli-Überbauung soll es eine Bushaltestelle geben.

Urs Helbling

Die Gemeinde Staufen ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Etwa in den Gebieten Esterli-Flöösch und Zelgli. Das bedeutet mehr Bewohner, höhere Steuereinnahmen, aber auch zusätzliche Aufgaben. Kurz: Das Wachstum verursacht auch Kosten. So muss und will die Gemeinde den öffentlichen Verkehr ausbauen. An der Gemeindeversammlung vom 9. Juni sind zwei Kredite im Umfang von 1,55 Millionen Franken für zwei Bushaltestellen traktandiert. Eine Bushaltestelle soll an der Aarauerstrasse (Kantonsstrasse Lenzburg/Staufen–Hunzenschwil) realisiert werden. Östlich des Kreisels Zelgli sollen zwei Busbuchten (die Busse halten nicht auf der Strasse) erstellt werden.

Zwischen der Dufourstrasse und der neuen Haltestelle ist ein Fussgängerstreifen mit Schutzinsel in der Strassenmitte geplant. Neu erstellt werden muss ein Teil der Strassenentwässerung. Die Kosten für den Bau der Bushaltestelle und den Landerwerb belaufen sich auf 1,638 Millionen Franken. Der Anteil der Gemeinde Staufen beläuft sich auf 916'200 Franken. Das ist relativ viel Geld angesichts der Tatsache, dass Linie 394, die die Haltestelle Zelgli bedienen wird, aktuell nur je einmal stündlich verkehrt (werktags zwischen 6 und 21 Uhr).

Bushaltestelle Chrüzweg wird verlegt

testelle steht auch die Verlegung der Bushaltestelle Chrüz­weg in Staufen auf der Traktandenliste. Dafür beantragt die Gemeinde einen Kredit von 637'000 Franken. Die bestehende Bushaltestelle Chrüz­weg an der Hinterdorfstrasse sei ungenügend eingerichtet, heisst es. Die beiden Fahrbahnhaltestelle verfügen über keine Haltekanten und teilweise keine Wartebereiche. Ein weiteres Problem: «Die Frequenz der Passagiere nimmt aufgrund der Bautätigkeiten im Gebiet Esterli-Flöösch stetig zu, sodass in den Spitzenzeiten die Busse der Linien 390 und 395 oft überfüllt sind und ab der Haltestelle Chrüzweg Richtung Lenzburg doppelt geführt werden müssen», schreibt der Gemeinderat in der Vorlage.

Die Haltestelle Chrüzweg soll an die Schafisheimerstrasse verlegt werden..

Die Haltestelle Chrüzweg soll an die Schafisheimerstrasse verlegt werden..

Urs Helbling

Um die Situation nachhaltig zu verbessern, soll die Bushaltestelle an die Schafisheimerstrasse (Ortsverbindungsstrasse) verlegt werden. «Dieses Konzept ermöglicht zusätzlich den Einbezug der Linie 396, um so die ­Linien 390 und 395 in den Spitzenzeiten zu entlasten.» Die beiden Haltekanten sollen direkt nach der bestehenden Fussgängerquerung in Richtung Schafisheim angeordnet werden. Ausserdem auf der Traktandenliste der Rechnungsgemeindeversammlung vom 9. Juni: ein Kreditantrag in der Höhe von 790'000 Franken für den Bau einer neuen Trafostation am Rennweg. Dieser ist nötig, weil durch zukünftige Bauvorhaben im Zentrum von Staufen (zum Beispiel Rodelmatte, Areal Doninelli etc.) der Bedarf an elektrischer Energie deutlich zu­nehmen wird. Die unterirdische Transformationenstation wird an der Randzone zum Rennweg auf einer Fläche von elf auf fünf Meter errichtet.

Vier Überschreitungen bei Kreditabrechnungen

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Staufen haben zudem über sieben Kreditabrechnungen zu befinden. In vier Fällen gab es eine Kreditüberschreitung. So kostete die Erarbeitung der ersten Phase für den Neubau der Sporthalle anstelle der geplanten 175'000 Franken rund 264 000 Franken und überschritt den Kreditantrag so um rund 50 Prozent. Dies, weil nachträglich entschieden wurde, einen Gesamtleistungswettbewerb durchzuführen. Somit konnte auf die zweite Phase verzichtet werden, es wurde jedoch auch eine Kreditüberschreitung in Kauf genommen.

Ebenfalls zu einer Kreditüberschreitung von rund 250'000 Franken kam es bei der Sanierung Pfalzweg Ost. Diese kostete rund 862136 Franken anstelle der beantragten 612800 Franken. Gründe dafür waren unter anderem: Die ­Wasserschieber inklusive Anschlussstücke in der Hauptstrasse, die ersetzt werden mussten. Zudem musste ein Hydrant infolge neuer Einfahrt versetzt werden und die Baumeisterarbeiten waren wegen der Platzverhältnisse aufwendiger als angenommen, heisst es.