Staufen
Alte Tradition: Ursprünglich war der Christbaum als Mahnmal gedacht

Eine Tanne aus einem Privatgarten ziert den Lindenplatz in Staufen. Die Tradition hat einen politischen Ursprung.

Anja Suter
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Der Christbaum stammt aus einem Privatgarten.
6 Bilder
Rund 1.5 Meter der mächtigen Tanne wurden stehengelassen.
Der Baum schwebt im Quartier.
Ankunft auf dem Lindenplatz.
Schmücken in luftiger Höhe: Die neue Lichterkette wird von der Feuerwehr montiert.
Bei warmem Getränk und Selbstgebackenem wurde der Christbaum eingeweiht.

Der Christbaum stammt aus einem Privatgarten.

Bild: Otto Moser

Die Freude in Staufen dürfte gross sein. Zwar stand auch im vergangenen Jahr eine grosse Tanne auf dem Lindenplatz, doch der feierliche Teil nach dem Schmücken musste ausgelassen sein. Dieses Jahr fand die Zeremonie wieder statt. Auch die diesjährige Tanne stammt wieder aus einem Privatgarten in Staufen.

Hinter den Tannen, die den Lindenplatz jährlich schmücken, gibt es eine Geschichte. Wie der amtierende Gemeindeammann Otto Moser erzählt. «Vor über 20 Jahren sollte in Staufen der Lindenplatz saniert werden. Im Kredit enthalten waren auch zwei Linden, die man anpflanzen wollte.» Der Kredit wurde jedoch vom Souverän abgelehnt.

Etwas später kamen die damaligen Staufner Gemeinderäte bei einem Absacker nach der Gemeinderatssitzung auf die Idee. Wenn schon keine Bäume beim Lindenplatz gepflanzt werden können, soll es doch wenigstens zur Weihnachtszeit eine Tanne geben. «Wir dachten damals an ein Mahnmal», sagt Moser. An ein Mahnmal denkt heute jedoch keiner mehr. Viel mehr freut sich die Bevölkerung über das jährliche Aufstellen des Baumes.

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