Lenzburg
Status quo für KV und BBZ

Bildungs-Institute bleiben bei kantonaler Schulraumplanung verschont

Ruth Steiner
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Die Kaufmännische Berufsschule Lenzburg bleibt weiterhin bestehen.

Die Kaufmännische Berufsschule Lenzburg bleibt weiterhin bestehen.

Sandra Ardizzone

Grosses Aufatmen bei der Kaufmännischen Berufsschule Lenzburg Reinach (KV) und dem Berufsbildungszentrum Niederlenz (BBZ): Der regierungsrätliche Antrag tangiert die zwei Bildungs-Institute nicht (Seiten 24 und 25).

Das KV Lenzburg Reinach bleibt unangetastet. «Für das Berufsbildungszentrum Niederlenz wird ausserhalb des Umsetzungsvorschlags eine Lösung gesucht», heisst es aus dem BKS.

Beim KV Lenzburg zeigt man sich in Champagner-Laune. «Nach dem Widerstand, der sich gegen die Pläne des Kantons geformt hat, war eine Schliessung der Schule in Lenzburg unwahrscheinlich», sagt Kathrin Scholl, Präsidentin des Schulvorstands KV Lenzburg Reinach. Schulleiter Andreas Schmid doppelt nach: «Lenzburg ist ein Kompetenzzentrum mit einer permanent hohen Auslastung, einer guten regionalen Verankerung und tiefen Kosten. Der Kanton hat die Wichtigkeit der Schule nun erkannt.»

Entscheid über BBZ vertagt

Nicht ganz so klar wie für das KV bleibt auch nach dem gestrigen Entscheid die Zukunft des BBZ Niederlenz. Auch wenn der Kanton Lösungsbereitschaft signalisiert, ist die Sache noch nicht ausgestanden.

Einer Hiobsbotschaft gleich kam für das BBZ Anfang April die Ankündigung der Trägerorganisation, der Schweizerischen Gemeinnützigen Frauen (SGF), die Trägerschaft der Gartenbauschule aus finanziellen Gründen zu beenden (az vom 8. April). Die SGF ist Besitzerin der Liegenschaften in Niederlenz, in welche das BBZ eingemietet ist. Doch mit dem Entschluss aus Aarau macht sich für das BBZ nun ein Silberstreifen am Horizont breit, sagt Marianne Zimmermann, ad interim Präsidentin des BBZ-Schulvorstandes. «Der Kanton sieht, dass beim BBZ Ausserordentliches geleistet wird.» Umso mehr ist für den Schulvorstand klar: Schule und Standort sollen dem BBZ erhalten bleiben. Zimmermann ist überzeugt, dass die Botschaft aus Aarau ein klares Signal für eine konstruktive Lösung ist. Doch sei die Zukunft des BBZ ohne weiteres Engagement des SGF kaum realisierbar. Deshalb will man in Niederlenz die Gemeinnützigen Frauen nochmals darauf hinweisen, welche Konsequenzen es für die Ausbildungsstätte und junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz hat, wenn die Trägerschaft für das BBZ aufgegeben wird. Der definitive Entscheid über deren Beendigung soll an einer ausserordentlichen Generalversammlung des SGF Ende August fallen. Der Schulvorstand hoffe, so Zimmermann, dass auch die SGF-Frauen den Entscheid des Kantons zu werten wissen und man beim Zentralvorstand nochmals über die Bücher gehe. «Umso mehr, als die Schule ja rentiert.»

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