Renate Senn, Pflichtverteidigerin im Fall Rupperswil, verlangte für ihre Arbeit am Fall 155'000 Franken – die Hauptverhandlung ist in diesem Betrag noch nicht eingerechnet. Nun äussert sich Star-Verteidiger Valentin Landmann dazu. «Es ist ein grotesk hoher Aufwand. Ich habe auch bei ganz komplexen Wirtschaftsdelikten noch nie eine so hohe Rechnung einreichen müssen.»

Landmann verwende bei seinen Vorlesungen den Fall Thomas N. als Beispiel, wie man auf keinen Fall verteidigen sollte. Landmann verteidigt selber ebenfalls Mörder und Vergewaltiger. Den Opfern eine Teilschuld geben, wie Senn dies getan hat, würde er hingegen niemals. «Man muss in so einem Fall nicht die Tat verteidigen, sondern den Täter», so Landmann.