Das Stapferhaus reitet mit Ausstellungen wie «Entscheiden» und «Geld» seit Jahren auf einer Erfolgswelle. Auch die aktuelle Produktion «Heimat – eine Grenzerfahrung» ist ein Knaller: Innert sieben Wochen zogen rund 12 500 Besucher durch die interaktive Ausstellung im Lenzburger Zeughausareal und blickten vom Riesenrad auf die Stadt. Das übertrifft alle Erwartungen.

Gleichzeitig plant das Stapferhaus die nächste Ausstellung. Diese soll 2018 im «Haus der Gegenwart» vis-à-vis vom Bahnhof Lenzburg eröffnet werden. Mit dem rund 24,4 Millionen Franken teuren Kulturhaus erhält das Stapferhaus, dessen Büros heute auf Schloss Lenzburg untergebracht sind, nächstes Jahr ein neues Zuhause. Die Bauarbeiten laufen bereits, am Freitagabend war nun die offizielle Grundsteinlegung mit Reden, Bratwurst, Bier und Wein. «Wir sind stolz, dass das Stapferhaus in Lenzburg bleibt, und dies an so prominenter Lage beim Bahnhof», sagte Stadtammann Daniel Mosimann, und legte die Baubewilligung in eine Metallkiste.

Vertreter von Stapferhaus, Kanton, der Grundeigentümerin CoOpera und dem Zürcher Büro Pool Architekten steckten weitere Dokumente wie Baurechtsvertrag, Zeitungen und ein Modell des zweistöckigen Gebäudes in die Zeitkapsel. Unter Applaus wurde diese im Boden der künftigen Ausstellungsräume versenkt und mit Kies bedeckt – «mit den besten Wünsche für viele kreative Ideen», sagte Stiftungsratspräsidentin und FDP-Nationalrätin Corina Eichenberger.