Lenzburg

Stadtrat erteilt «generell Tempo 30» auf Gemeindestrassen eine Absage

Der Stadtrat weist die von vielen Parteien getragene Tempo-30-Forderung ab. (Symbolbild)

Der Stadtrat weist die von vielen Parteien getragene Tempo-30-Forderung ab. (Symbolbild)

Trotz breiter Unterstützung durch SP, GLP, CVP, Grünen und EVP, stellt sich der Stadtrat bei einer generellen Tempo-30-Limite quer. Er weist die Forderung zurück.

Die Referendumsabstimmung über die 2,2 Millionen Franken teure Sanierung der Bahnhofstrasse hat Links-Grün vor zehn Tagen gewonnen. Doch jetzt dürfte in diesen Kreisen die Euphorie wieder der Ernüchterung weichen. Der Stadtrat weist die Forderung von SP, GLP, CVP, Grünen und EVP nach einer generellen Geschwindigkeitsbegrenzung von 30Kilometern pro Stunde auf den Lenzburger Gemeindestrassen zurück.

In seiner Antwort auf das im März 2019 eingereichte und vom Einwohnerrat überwiesene Postulat schreibt der Stadtrat, er erachte die Forderung «als nicht sinnvoll». Geplant sei, Tempo 30 auf der Bahnhofstrasse und der Murackerstrasse einzuführen, dies im Zusammenhang mit der vorgesehenen Umgestaltung. Zudem zieht der Stadtrat in Betracht, nach der geplanten Verlängerung auch auf der Ringstrasse auf dem Strassenabschnitt Niederlenzer Kirchweg bis Sägestrasse sowie auf der Werkhofstrasse Tempo 30 einzuführen. In den übrigen Arbeitszonen der Stadt werde die Massnahme als «nicht zielführend erachtet», schreibt der Stadtrat in seiner Antwort zuhanden des Einwohnerrats.

Die Stadt Lenzburg hat seit 25 Jahren Erfahrung mit Tempo-30-Zonen. Im Jahr 1995 wurde im Neuhof-Quartier die erste 30er-Zone eingerichtet. Weitere folgten. (str)

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