Lenzburg
Stadt Lenzburg will neues Güsel-System unterstützen

Die Stadt Lenzburg ist bereit, sich an privaten unterirdischen Abfallsammelsystemen finanziell zu beteiligen. Der Einwohnerrat hat am Donnerstag über eine Teilrevision des Abfallreglements zu befinden.

Ruth Steiner
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Die Kehrichtsäcke werden in die aus dem Boden ragenden Säulen eingeworfen, landen direkt im Container und werden dort laufend zusammengepresst.zVg

Die Kehrichtsäcke werden in die aus dem Boden ragenden Säulen eingeworfen, landen direkt im Container und werden dort laufend zusammengepresst.zVg

Vor Einfamilienhäusern kündigen graue Abfallsäcke die Kehrichtabfuhr an. Bei Mehrfamilienhäusern und Überbauungen sind es grosse Container, die zweimal wöchentlich vom Kehrichtwagen geleert werden.

Mit einer Teilrevision des Abfallgesetzes will der Stadtrat nun den Weg ebnen, um bei Grossüberbauungen benutzerfreundliche und ästhetische Unterflursysteme für die Entsorgung von Haushaltkehricht einrichten zu können.

In seiner Vorlage an den Einwohnerrat vom kommenden Donnerstag schreibt der Stadtrat konkret von zwei Quartieren, in welchen die neuen Güsel-Systeme in Frage kommen: Im nachhaltigen Quartier «Im Lenz» sind Unterflurentsorgungsanlagen geplant. Mit der Konkretisierung der Überbauungen Widmi 2 und 3b werden solche Anlagen geprüft. Dort sei man mit der Bauherrschaft im Gespräch, sagt Thomas Hofstetter vom Bauamt.

Weil der Stadtrat auf dem gesamten Stadtgebiet für die Unterflursammelstellen ein einheitliches Bild mit überall den gleichen Einwurfsäulen anstrebt, ist er bereit, sich an den Kosten zu beteiligen. Am Beispiel «Im Lenz» heisst das konkret 65 000 Franken für Presscontainer (wo der Abfall im Verhältnis 5 zu 1 verdichtet werden kann), Einwurfsäulen und ein elektronisches Bewirtschaftungssystem. Die städtische Beteiligung würde der Spezialfinanzierung Abfallwirtschaft entnommen, welche derzeit ein Guthaben von fast 600 000 Franken aufweist. Die Kosten für die übrigen Anlageteile in der Grössenordnung von 200 000 Franken werden von den privaten Investoren getragen. Ziel ist es, die Anlagen anschliessend der Stadt zu übertragen, welche für deren Bewirtschaftung sorgt, sagt Hofstetter. Eine einheitliche Lösung der Unterfluranlagen würde den künftigen Unterhalt und Betrieb begünstigen.

Gewichtsabhängige Gebühr

Zudem soll hier mit der gewichtsabhängigen Gebühr eine neue Gebührenform eingeführt werden, nebst der Sackgebühr, den Containerplomben und der jährlichen Grundgebühr. Nach einer Abfalluntersuchung der Fachhochschule Rapperswil in verschiedenen Quartieren in der Stadt wurde die gewichtsabhängige Gebühr auf 60 Rappen pro Kilogramm festgelegt. In Kraft treten soll das revidierte Abfallreglement im Januar 2016.

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