Lenzburg

Sprachheilschule erhält Annex-Bau

Der neue Annex-Bau (unten) der Sprachheilschule Lenzburg kommt auf den Spielplatz zu stehen.  HH/zvg.

Der neue Annex-Bau (unten) der Sprachheilschule Lenzburg kommt auf den Spielplatz zu stehen. HH/zvg.

Der Baubeginn der Erweiterung des Neubaus von 2006 erfolgt bereits in wenigen Tagen. Der zusätzliche Raumbedarf beläuft sich auf drei Schulzimmer, vier Therapiezimmer, einen Gruppenraum und eine WC-Anlage.

Neubaupläne im Angelrain-Areal beschäftigen nicht nur die Regionalschule Lenzburg. Bereits in wenigen Tagen wird mit dem Bau eines Annex-Gebäudes zur Sprachheilschule am Turnerweg begonnen. Steigende Schülerzahlen bedingen eine Erweiterung des Schulraumes.

Die Aargauische Sprachheilschule (ASS) eröffnete im Frühling 2006 den neuen Standort Lenzburg, wo die Geschäftsleitung sowie rund 80 Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zur Oberstufe untergebracht sind. Die ASS betreibt insgesamt vier Tagesschulen, so auch in Oftringen, Wettingen und Laufenburg.

Im Ganzen werden im Aargau aktuell 190 Kinder und Jugendliche betreut. Sie leiden unter einer Beeinträchtigung der geschriebenen und/oder der gesprochenen Sprache und treten in unterschiedlichem Alter in die ASS ein. Ziel ist die Reintegration in die Volksschule, was in der Regel nach drei Jahren erfolgen kann.

Bestand steigt auf 100

«Solche Sprachstörungen werden zunehmend registriert, wobei die Ursache nicht eindeutig geklärt werden kann», begründet Institutionsleiter Andreas Steinmann das massive Wachstum der Schülerzahl. Ab nächstem Schuljahr werden jedenfalls kantonsweit 270 Jugendliche zu schulen sein. Am Standort Lenzburg sind 20 mehr zu erwarten, womit der Bestand auf 100 steigt. Hier ist auch die ganze Oberstufe konzentriert.

In der ASS Lenzburg sind rund 30 Personen beschäftigt, Lehrkräfte (Heilpädagogen), Logopädinnen und Tagesbetreuerinnen. Nächstes Schuljahr wird der Personalbestand um fünf Mitarbeitende erhöht.

Annex-Bau mit eigenem Charakter

Bereits heute ist eine der Lenzburger Klassen «im Exil» am Oberen Scheunenweg untergebracht. Der zusätzliche Raumbedarf am Turnerweg beläuft sich auf drei Schulzimmer, vier Therapiezimmer, einen Gruppenraum und eine WC-Anlage. Diese sollen in einem neuen Annex-Bau untergebracht werden. Auch eine Aufstockung der bestehenden Gebäude wäre möglich gewesen, doch bevorzugt die Bauherrschaft ein mit der vorhandenen Bausubstanz verbundenes zweistöckiges Haus.

Im Obergeschoss werden zwei Klassenzimmer und vier Therapieräume platziert, im Parterre ein Klassenzimmer und die übrigen Räumlichkeiten. Das Erdgeschoss birgt zudem ein Atrium, einen geschlossenen Pausenplatz von 70 Quadratmetern sowie eine 85 Quadratmeter umfassende gedeckte Pausenhalle unter dem auskragenden Obergeschoss.

Der Neubau grenzt sich mit der vorgesehenen Fassade aus verzinktem Blech optisch deutlich von der mit Holz verkleideten schwungvollen Architektur der bestehenden Bauten ab. Obwohl der Anbau auf den Spielplatz zu stehen kommt, wird dieser nicht wesentlich reduziert, das Projekt benötigt nur gerade 100 von 1000 Quadratmetern.

Bezug bereits nächstes Schuljahr

Projekt- und Bauphase unterliegen einem ambitiösen Zeitplan. Die Planung begann erst vor den letzten Sommerferien, das Baugesuch wurde im Oktober eingereicht und Ende 2010 bewilligt.

Der Baubeginn ist auf Montag, 24. Januar, terminiert, das neue Schulhaus soll in der ersten Augustwoche 2011, bei Beginn des nächsten Schuljahres, bezogen werden.

Meistgesehen

Artboard 1