Die Büroräume der Spitex Region Lenzburg müssen besonderen Bedürfnissen genügen. Anders als in den meisten Geschäftsräumen herrscht bei der Spitex viel Durchgangsverkehr.

Mitarbeiterinnen im Aussendienst sind oft nur für kurze Zeit in der Geschäftsstelle anwesend, um einen Bericht zu verfassen, bevor sie sich wieder auf den Weg machen, um eine weitere Klientin oder einen Klienten zu betreuen.

Mit dem Umzug von der Bachstrasse ins «Erlengut» an der Niederlenzerstrasse im Januar erhielt die Spitex die Möglichkeit, die Neugestaltung der Büroräume ganz auf diese besonderen Bedürfnisse auszurichten. Stolz durften Geschäftsführer Daniel Lukic und Vorstandspräsident Martin Imhof das Resultat den geladenen Gästen und der interessierten Bevölkerung präsentieren.

Geschenk in sechsstelliger Höhe

«Die Wandlungsfähigkeit der bisherigen Büroräume war stark eingeschränkt», erklärte Daniel Lukic den Anwesenden. Umso dankbarer war man über die Möglichkeit, dies am neuen Ort ändern zu können. «Im ‹Erlengut› konnte nun ein Raumkonzept definiert werden, das zeitgenössische architektonische Ansätze aufnimmt und funktional auf unsere Arbeit ausgerichtet ist.» Ebenfalls erwies sich der Vormieter der Büroräume im Geschäftshaus Erlengut als äusserst grosszügig und überliess der Spitex kostenlos Teile der bestehenden Infrastruktur im Wert von 200 000 Franken. «Wir sind dankbar für diese Geste und freuen uns sehr über das Mobiliar», sagte der Spitex-Geschäftsführer.

«Auftrag kam gelegen»

Verantwortlich für das Raumkonzept im Parterre des «Erlenguts» zeichnet Architekturstudentin Fabienne Berger aus Kriens. Unter der Leitung von Dozentin Sibylla Amstutz erhielt eine Klasse der Hochschule Luzern den Projektauftrag zur Gestaltung der neuen Büroräume. In einem gemeinsamen Workshop mit den Spitex-Mitarbeitenden informierten sich die Studierenden über die Anforderungen, denen ihre Entwürfe genügen sollten. «Das Konzept von Fabienne Berger überzeugte uns», sagte Daniel Lukic. «Von ihren Vorschlägen konnten wir rund 90 Prozent umsetzen.» Als Dank für ihre Arbeit erhielt die Studentin im 6. Semester eine von Bildhauer und Plastiker Rafael Häfliger gestaltete Glasskulptur. Der Auftrag der Spitex sei für die Hochschulklasse gelegen gekommen, sagte Dozentin Amstutz. «Es ist für die Studierenden wichtig, dass sie Erfahrungen sammeln können in der Kommunikation mit einer realen Bauherrschaft.»

Als weiteren Höhepunkt konnte Spitex-Geschäftsführer Daniel Lukic auch einen sogenannten Meilenstein enthüllen. Eine grosse Informationssäule, die umfassend Aufschluss erteilt über die Dienstleistungen der Spitex und auch die Mitgliedsgemeinden der Spitex Region Lenzburg zeigt. Der unübersehbare Kubus am Empfang wird in Zukunft die Besucher der Spitex im «Erlengut» als erster willkommen heissen.