Lenzburg

Spektakuläre Übung auf dem Hypiplatz

Helikopter Ladung und Feuerwehrübung Lenzburg

Helikopter Ladung und Feuerwehrübung Lenzburg

Regio Feuerwehr, Regionalpolizei und Ambulanz probten den Ernstfall – sogar ein Rettungsheli war dabei

Regio Feuerwehr, Regionalpolizei und Ambulanz probten den Ernstfall – sogar ein Rettungsheli war dabei

Grossaufgebot von Feuerwehr und Polizei am Samstag in der Lenzburger Innenstadt. Ein Bus war ins KV-Schulhaus gekracht. 18 Verletzte, einige davon schwer. Kaum war die Polizei vor Ort, stieg Rauch aus dem Schulhaus auf. Ein Chemie-Unfall hatte Feuer ausgelöst. Rund 90 Einsatzkräfte der Regio Feuerwehr probten am Samstag den Ernstfall. Dieses Jahr gab es zwei besondere Highlights: Ein Bus, der aufgeschnitten wurde, um die Verletzten zu evakuieren und die Landung eines Helikopters auf dem Hypiplatz.

Wie im Ernstfall

Rund um das Unfallfahrzeug verstreut lagen Glasscherben, die beim Einschlagen der Scheiben gesplittert waren. Während ein Feuerwehrmann diese mit einem Besen zusammen wischte, schnitten seine Kollegen den Bus auf, um die Verletzten zu bergen. Wie es in einem Ernstfall auch gemacht würde. «Am Morgen haben wir ihn noch hingefahren. Jetzt ist er kaputt», sagt der Sicherheitsleiter Mike Barth mit Blick auf den Bus.

Die diesjährige Hauptübung der Regio Feuerwehr hatte pünktlich um 14 Uhr gestartet. In der Innenstadt wimmelte es vor Einsatzkräften, die links und rechts an den Zuschauern vorbei rannten. Via Lautsprecher wurden die Zuschauer durchs Programm geführt. Sie erfuhren, was für Fahr- und Werkzeuge zum Einsatz kommen und welche Schritte zur Rettung der Unfallopfer als Nächstes unternommen würden.

Über 100 Jahre Feuerwehrdienst

Für den Einsatzleiter Markus Thömy und drei weitere langjährige Feuerwehrmitglieder war die diesjährige Hauptübung die Letzte als aktive Feuerwehr-Mitglieder. «Zusammen waren wir über 100 Jahre lang bei der Feuerwehr», sagte Thömy. Um ein interessantes Angebot auf die Beine zu stellen, wurde dieses Jahr ein Helikopter aufgeboten. Das rund drei Tonnen schwere Fluggerät liess bei der Landung einen Blättersturm über die Anwesenden hinweg fegen und manch einer hielt sich am Absperrungsseil fest, um nicht weggeblasen zu werden. «Wow, das erlebt man nicht alle Tage», rief eine Frau ihrem Mann zu.

Zum Glück kein echter Notfall

Dass die Landung glückte war dem guten Wetter zu verdanken. Und dass es am Samstag keinen echten Notfall gab. Dann wäre der Helikopter nämlich anderswo zum Einsatz aufgeboten worden. Nach der Verladung des verletzten Chauffeurs flog der Helikopter aber nicht gleich wieder los. Pilot und Rettungssanitäter beantworteten Fragen der Zuschauer.

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