Einwohnerrat
SP will Tempo 30 auf Lenzburger Bahnhofstrasse

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Die Sozialdemokraten wollen das Tempo auf der Bahnhofstrasse in Lenzburg limitieren.

Die Sozialdemokraten wollen das Tempo auf der Bahnhofstrasse in Lenzburg limitieren.

Chris Iseli

Diesen Frühling hat die SP beim Stadtrat eine Anfrage gestellt für Tempo 30 auf der Bahnhofstrasse sowie auf der Augustin-Keller-Strasse. Eine Verkehrsberuhigung sei dringend nötig, sagt SP-Einwohnerrätin Anja Voegeli Knapp. «Lenzburg ist in den letzten Jahren stark gewachsen und der Verkehr hat sich verdichtet.» Dadurch gebe es auch mehr Schulkinder und Velofahrer, die auf der Bahnhofstrasse und der Augustin-Keller-Strasse unterwegs seien, oder diese queren müssen. Auf der Anfrage wird neben der erhöhten Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer auch das Zwiebelprinzip für den Bahnhofplatz als Vorteil aufgeführt: «Die Begegnungszone am Bahnhof hat Tempo 20, mit Tempo 30 wäre der Übergang viel natürlicher.» Auch die verminderten Lärmemissionen werden als Vorteil festgehalten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die SP das Thema Tempo 30 um den Bahnhof anspricht. Vor vier Jahren hat die Partei im Einwohnerrat ein Postulat eingereicht, die Tempo 30 auf der Bahnhof-, der Augustin-Keller- sowie der Murackerstrasse forderte. Dieses wurde damals jedoch nicht an den Stadtrat überwiesen. «Das Postulat ist damals mit dem Bahnhofsprojekt bachab gegangen», sagt Voegeli Knapp. Doch inzwischen habe sich viel getan. «In den letzten vier Jahren hat sich das Verständnis für Tempo 30 verändert.» Zudem sei auch der Stadtrat offener geworden.

Die Murackerstrasse wurde dieses Mal aus der Anfrage entfernt. Die anderen beiden Strassen seien besonders wegen der Schulwege dringlicher, sagt Voegeli Knapp. Die SP sieht Tempo 30 bei der Bahnhofstrasse auf der ganzen Länge bis zur Kreuzung mit der Kerntangente vor und auf der Augustin-Keller-Strasse bis zur Freihof-Kreuzung. «Nur teilweise macht es keinen Sinn», sagt die Einwohnerrätin. Der Stadtrat wird die Anfrage der SP an der Einwohnerratssitzung vom 28. Juni beantworten. Fällt die Antwort positiv aus, kommt es zu einer öffentlichen Ausschreibung. (JGL)