Umfrage

Soll Rupperswil bis 2030 auf 8500 Einwohner wachsen?

Gemeindeschreiber Marco Landert hat schon mehrere Kilogramm Umfragebögen entgegengenommen.

Gemeindeschreiber Marco Landert hat schon mehrere Kilogramm Umfragebögen entgegengenommen.

Der Gemeinderat von Rupperswil befragt die Bevölkerung und will wissen, was am meisten stört und wie sich das Dorf weiterentwickeln soll. Die Erkenntnisse sollen ins Entwicklungsleitbild einfliessen.

Dem Gemeinderat sagen, was er tun soll: Das können zurzeit die Rupperswiler. Mitte April startete eine grosse Bevölkerungsumfrage, an der alle 3272 Stimmberechtigten teilnehmen dürfen.

Mit der Umfrage will der Gemeinderat herausfinden, wie die Dorfentwicklung weitergehen soll. Seit Anfang 2006 stieg die Bevölkerungszahl von 4000 auf aktuell 5068 Einwohner. Es ist das erste Mal, dass Rupperswil eine solche Umfrage durchführt. Grund dafür ist die beabsichtigte Revision der Nutzungsplanung.

23 Fragen für ein neues Leitbild

In den 23 Fragen, die der Bevölkerung gestellt werden, will der Gemeinderat unter anderem wissen, wie viele Einwohner Rupperswil bis ins Jahr 2030 haben soll: Sind es 6500, 7500 oder doch 8500?

Die Antworten auf Fragen wie diese fliessen ins neue Entwicklungsleitbild ein, das der Gemeinderat der Gemeindeversammlung Ende November vorstellen will, zusammen mit den Umfrageergebnissen. Das Entwicklungsleitbild ist die Grundlage für die neue Nutzungsplanung, für die die Stimmbürger Ende November dieses Jahres einen Kredit sprechen sollen.

In der Umfrage will der Gemeinderat erfahren, ob sich Rupperswil städtisch oder dörflich entwickeln soll. Persönlich wünscht sich Gemeindeammann Rudolf Hediger eine dörfliche Entwicklung. «Wir spüren auch in der Bevölkerung einen Unmut vor zu schnellem Wachstum. Ich bin gespannt, was die Umfrage ergibt.» Ausgewertet wird die Umfrage von der Firma Porta Nord AG, die schon bei früheren Revisionen der Nutzungsplanung für die Gemeinde arbeitete. «Auf der Gemeindekanzlei liegen bereits zwei volle Kartonschachteln mit Umfragebögen», sagt Hediger. Noch bis 31. Mai können die Bögen per E-Mail, Fax oder Post der Gemeindekanzlei gesendet werden.

Auch brisante Fragen sind zu beantworten, so zum Beispiel die Frage 3: «Können Sie sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren eine Fusion mit einer Nachbargemeinde vorstellen?» Der Gemeinderat wolle auf keinen Fall eine, sagt Gemeindeammann Hediger.

Meinung zu Tempo 30 ist gefragt

Weiter will der Gemeinderat in der Umfrage wissen, ob die Bevölkerung Vorschläge wie Tempo 30 in einzelnen Quartieren oder die Offenlegung des Dorfbachs eher ablehnt oder befürwortet. Auch was im Dorf am meisten stört, wird gefragt. Eine Auswahlmöglichkeit dabei: die Bautätigkeit. Diese wird sich gemäss der kantonalen Richtplanung in Zukunft vor allem auf verdichtetes Bauen konzentrieren müssen.

Neue Nutzungsplanung bis 2018?

Die Revision der Nutzungsplanung will die Gemeinde bis zirka 2018 abschliessen: Im Idealfall stimmt die Gemeindeversammlung an der Winter-Gmeind 2017 über die neue Bauordnung und den neuen Zonenplan ab. Ein «ehrgeiziges Ziel», sagt Gemeindeammann Hediger.

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