Normalerweise finden Spaziergänger mit etwas Finderglück weggeworfene Portemonnaies am Wegrand. Janine Salhab und ihre Tochter Ellinor staunten darum nicht schlecht, als sie vor einigen Wochen beim Spazieren am Mühlebach in Hunzenschwil einen regelrechten Schatz entdeckten. «Wir sahen etwas glitzern», sagte Janine Salhab gegenüber Tele M1, nachdem die Polizei die Öffentlichkeit über den Fund informiert hatte. «Zuerst dachten wir, es sei lustig, eine Schatzsuche zu machen und ich schickte meine Tochter los, um zu sehen, was es ist.»

Die meisten der über 200 Münzen befanden sich auf einem Haufen im Bachbett, der Rest lag verstreut am Ufer. Erst zu Hause hätten sie bemerkt, dass die Münzen eingepackt waren, sagt Salhab: «Als da der Verdacht aufkam, dass es Diebesgut sein könnte, meldeten wir den Fund bei der Polizei.»

Seltener Fund 

Die Kantonspolizei nahm daraufhin die Ermittlungen auf. «Solche Funde sind selten», sagt Roland Pfister, Chef Mediendienste der Kantonspolizei Aargau, auf Anfrage der az.

Das letzte Mal, dass man auf einen solchen Fund stiess, war im Jahr 2012: Beim Mähen einer Wiese fanden zwei Gemeindearbeiter in Klingnau rund 2,6 Kilogramm Gold. Die Goldbarren waren mit Seidenpapier und Klebeband umwickelt gewesen. Der Wert der Goldbarren lag bei 120 000 Franken.

Nach einer fieberhaften Suche nach dem Besitzer mussten die Ermittlungen eingestellt werden. Zwar fand die Staatsanwaltschaft die Fingerabdrücke eines Mannes, der bereits wegen einer Straftat im Gefängnis sass. Die Staatsanwaltschaft konnte ihm jedoch nichts nachweisen. Weiter meldete sich unter anderem ein Österreicher, der behauptete, das Gold gehöre seinem Vater. Doch auch hier fehlten die Beweise. Der Fall musste ungeklärt abgeschlossen werden.

Herkunft ist noch unklar

Nun hat auch Hunzenschwil einen solchen mysteriösen Fall, bei dem Zivilisten auf einen wertvollen Fund stiessen. Der Wert der Münzen in Hunzenschwil bewegt sich zwar «nur» im vierstelligen Bereich. Eine kleine Sensation ist der Schatz dennoch, der plötzlich mitten im Bach auftauchte.

Ein Mädchen und seine Mutter finden über 200 Silbermünzen in Bach

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Die einzelnen Münzen haben einen nominalen Wert von 10 Euro und stammen aus Deutschland. Insgesamt dürften sie also zirka 2500 Franken wert sein. Bis jetzt konnte die genaue Herkunft der Münzen laut Kantonspolizei noch nicht bestimmt werden. Der Eigentümer wird nun gesucht. Die Polizei zieht in Betracht, dass die Münzen im Zusammenhang mit einer Straftat von den Tätern weggeworfen wurden.

Hinweise zum Eigentümer der Silbermünzen nimmt die Kantonspolizei in Lenzburg unter der Nummer 062 886 01 17 entgegen.