Fahrwangen

Skiakrobat Dimitri Isler: «Ich will um jeden Preis bei Olympia dabei sein»

Krücken statt Ski: Dimitri Isler muss nach einem heftigen Sturz drei Monate pausieren.

Krücken statt Ski: Dimitri Isler muss nach einem heftigen Sturz drei Monate pausieren.

Nach einem schwierigen Saisonstart hat Skiakrobat Dimitri Isler ausgerechnet bei der Olympia-Hauptprobe in Südkorea den ersten Top-10-Platz der Saison herausgeholt. Ein gutes Omen für den 23-Jährigen.

Die Ränge 16, 25, 15 und 17 zum Saisonauftakt im Weltcup – diese werden den Ansprüchen von Dimitri Isler nicht gerecht. Er will regelmässig in die Top 10 springen. Entsprechend unzufrieden war er mit seinem Start in die Weltcupsaison. «Vor allem die Landung war bei meinen Sprüngen nicht konstant», analysiert er. Der Grund dafür ist einfach: In der Saisonvorbereitung litt Isler noch immer unter den Folgen seiner schweren Fussverletzung, die er sich im Dezember 2015 zugezogen hatte. «Ich konnte oftmals nur eingeschränkt trainieren und war auch bei den ersten beiden Weltcupeinsätzen ziemlich lädiert», blickt er zurück.

Trotz der Schwierigkeiten zeigte die Formkurve bei Isler zuletzt steil nach oben. Ausgerechnet beim Testwettkampf auf der Olympiaanlage von 2018 im südkoreanischen Pyeongchang hat Isler mit Rang 7 sein bislang bestes Weltcupergebnis in der laufenden Saison geholt. Ein Resultat, das Dimitri Isler gleich doppelt freut. «Ich bin einerseits erleichtert, dass ich endlich ein gutes Resultat runter gebracht habe und die Gewissheit habe, dass ich zu den Besten gehöre, wenn ich meine Sprünge stehe», sagt Isler. «Andererseits hat es auch gutgetan, Olympialuft zu schnuppern. Das ist eine Extramotivation für die kommenden Monate.»

Go-Pro-Video: Mit dem Aargauer Weltklasse-Ski-Akrobaten Dimitri Isler über die Schanze.

Go-Pro-Video: Mit dem Aargauer Weltklasse-Ski-Akrobaten Dimitri Isler über die Schanze.

(März 2015)

Positiv überrascht

Die brandneue Anlage in Pyeongchang hat es Dimitri Isler angetan. Genauso der Rest der Infrastruktur. «Mir haben das ganze Drumherum und die Anlage sehr gut gefallen. Die Leute waren freundlich und auch das Hotel war gut. Ich war positiv überrascht», so Isler. Für ihn ist damit auch klar, dass er sein Ziel – im nächsten Winter das Olympiaticket zu lösen – noch konsequenter verfolgen wird. «Dass ich dort war und ein gutes Resultat geholt habe, macht mich noch euphorischer, wenn ich an die Spiele denke. Ich will um jeden Preis bei Olympia dabei sein.»

Bevor Dimitri Isler sich aber mit weiteren Gedanken an die Olympischen Spiele beschäftigt, steht in dieser Saison noch ein Höhepunkt auf dem Programm: Die Weltmeisterschaft in der spanischen Sierra Nevada, die am 9. März beginnt. Und für diese internationalen Titelkämpfe hat sich Dimitri Isler einiges vorgenommen. «Die Top 6 zu erreichen, wäre grandios», sagt der Fahrwanger. «Dies ist ein durchaus realistisches, jedoch sehr hoch gestecktes Ziel. Ich will aber auf jeden Fall den Final der Top 12 erreichen. Alles andere wäre eine Enttäuschung. Damit es weiter nach vorne reicht, muss dann alles perfekt aufgehen.»

In den verbleibenden Tagen bis zum WM-Start will sich Dimitri Isler in den Trainings und beim letzten Weltcupspringen der Saison in Moskau den letzten Schliff holen. Seinen Fokus legt er dabei auf die Landung. Denn eines ist klar: Wenn er seine Sprünge steht, gehört Isler zur absoluten Weltspitze.

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