Seon
Seoner Senioren bekommen mehr Platz im Alterszentrum

Das Alters- und Pflegeheim Unteres Seetal in Seon baut die Aufenthaltsräume in den Stationen aus. Zudem wird der Speisesaal vergrössert.

Pascal Meier
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Das Alters- und Pflegeheim Unteres Seetal in Seon

Das Alters- und Pflegeheim Unteres Seetal in Seon

Das Alters- und Pflegeheim Unteres Seetal in Seon ist ein familiäres Haus. Rund 100 Pensionäre leben hier auf mehreren Stationen. Jede Station hat eine kleine Teeküche. Hier trifft man sich, liest die Zeitungen oder geniesst das Abendessen. Letzteres tun vor allem stark betagte und demente Bewohner, die den Speisesaal im Erdgeschoss des Alterszentrums nur mit grosser Mühe erreichen können.

Dank dieser Teeküchen sind die verschiedenen Stationen kleine Gemeinschaften innerhalb des grossen Alters- und Pflegeheimes. Diese Teeküchen sollen nun um 60 bis 80 Quadratmeter erweitert werden. Das entsprechende Baugesuch liegt derzeit auf der Gemeindeverwaltung auf.

Demnach entstehen durch Anbauten hinter dem Alterszentrum auf allen Stockwerken grössere Teeräume sowie im Erdgeschoss ein öffentliches WC. Dieser zusätzliche Platz ist ein Bedürfnis: «Wir haben immer mehr pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner, die auf der Station statt im Speisesaal essen», sagt Franz Schaffhauser, Präsident des Vereins Alters- und Pflegeheim Unteres Seetal. «Zudem profitieren die Bewohner von einem grösseren Gemeinschaftsraum auf ihrer Station.»

Speisesaal wird Mehrzweckraum

Der Verein will auch den Speisesaal mit seinen knappen Platzverhältnissen erweitern. Der Saal soll durch einen Anbau vor dem Alterszentrum rund 12 Meter länger werden und neu als Mehrzweckraum mit Platz für rund 100 Personen dienen. «Wir haben damit endlich Platz für Geburtstagsfeiern, Generalversammlungen und Konzerte», sagt Franz Schaffhauser.

Umgebaut wird auch die Cafeteria. Diese erhält einen neuen Boden und wird in den Mehrzweckraum integriert. Schaffhauser: «Wir erhoffen uns dadurch noch mehr externe Besucher, die bei uns Essen oder ein Kafi trinken.

Baubeginn in wenigen Monaten

Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich rund ein Jahr und kosten etwa vier Millionen Franken, inklusive kleiner Sanierungsarbeiten an der Liegenschaft. Grössere Sanierungen braucht es nicht, das rund 30-jährige Alters- und Pflegeheim ist laut Franz Schaffhauser in einem guten Zustand.

Der Verein des Alterszentrums, dem sechs Gemeinden in der Region Seetal angeschlossen sind, will bereits diesen Frühling oder Anfang Sommer mit den Bauarbeiten beginnen – vorausgesetzt, es gehen keine Einsprachen gegen das Projekt ein. In dieser Zeit soll der Betrieb im Alterszentrum möglichst normal weiterlaufen. Einschränkungen wird es jedoch voraussichtlich in der Cafeteria und im Essraum geben, dies jedoch nicht während der ganzen Bauzeit. «Wir versuchen, diese Einschränkungen auf ein Minimum zu reduzieren», sagt Franz Schaffhauser.

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