Granatenfund in Seon
Seoner Granaten: Der Knall war 10 Kilometer weit zu hören

Grosse Aufregung gestern in Seon. In einem leerstehenden Gebäude wurde zwei scharfe Sprengkörper gefunden. Spezialisten haben die Granaten kurz vor MItternacht in einer Kiesgrube kontrolliert zur Explosion gebracht.

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Bombenalarm in Seon
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 Die Einsatzkräfte vor dem Haus. (Bild: Toni Widmer)
 Diese Granate lag im Keller. (Bild: Kantonspolizei Aargau)
 Das Areal wurde abgesperrt. (Bild: Toni Widmer)

Bombenalarm in Seon

Nach einer gründlichen Planung leiteten die Einsatzkräfte noch gestern Abend die Entschärfung der beiden Sprengkörper ein. Kurz vor Mitternacht gelang es den Spezialisten, die Munition vor Ort zu entschärfen. Die beiden Granaten waren 60 Zentimeter lang und wogen je rund 20 Kilogramm.

Sie transportierten diese in eine Kiesgrube ausserhalb des Dorfes und brachten sie dort kontrolliert zur Explosion. Die Detonationen waren im Umkreis von rund zehn Kilometern zu hören.

Gefunden wurden die Granaten am frühen Morgen in einem leerstehenden Haus an der Reussgasse in Seon. Die anvisierte Kantonspolizei bot in der Folge Fachleute der Armee (Kampfmittelbeseitigung) und des Wissenschaftlichen Forschungsdienstes Zürich auf und evakuierte 120 Personen aus Wohnungen in der unmittelbaren Nachbarschaft.

Wie sind die Granaten nach Seon gelangt?

Die beiden Granaten französischer Bauart stammen aus dem 1. Weltkrieg und wurden vom verstorbenen Hausbewohner im Keller der Liegenschaft gebunkert.

Vorerst unklar ist, woher genau die Granaten stammen und wie diese in den Besitz des vor über einem Jahr verstorbenen Eigentümers gekommen waren. Die Kantonspolizei leitete Ermittlungen ein und durchsuchte das Gebäude nach weiteren Sprengkörpern. Bislang wurde nichts mehr entdeckt.(rsn)