Boniswil
Seltene Feuerstein-Platte steht nun in Boniswil

Sie ist 1,35 Meter gross, bringt 120 Kilo auf die Waage und klingt wie eine Glocke, wenn draufgeschlagen wird: Die Feuersteinplatte von Max Zurbuchen. Seit kurzem ist diese in der Steinzeit-Werkstatt des Prähistorikers in Boniswil ausgestellt.

Pascal Meier
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Max Zurbuchen hat die Feuerstein-Platte im Ausland gefunden.PI

Max Zurbuchen hat die Feuerstein-Platte im Ausland gefunden.PI

Pascal Meier

«Ein einmalig grosses Exemplar in Europa», schwärmt Max Zurbuchen. «Normalerweise kommt Feuerstein in kleinen Knollen vor.» Aus dem Rohstoff, auch «Stahl der Steine» genannt, seien früher zudem Werkzeuge wie Beil-Klingen hergestellt worden.

So aussergewöhnlich wie die Feuersteinplatte ist auch deren Fund: Es war Max Zurbuchen selbst, der während einer Exkursion im niederländischen Maastricht auf den übergrossen Feuerstein stiess – im wahrsten Sinne des Wortes: Zurbuchen trat bei der Besichtigung einer Kreidegrube zufällig auf die Feuersteinplatte, untersuchte deren Oberfläche und legte die Platte mit einem Pickel frei.

Nach einer Analyse im geologischen Institut in Heerlen durfte Max Zurbuchen die Feuersteinplatte in die Schweiz überführen. «Ein Wunder, das alles unkompliziert geklappt hat», erzählt Zurbuchen – und fügt mit Blick auf die Steinaffäre des Walliser Polizeikommandanten Christian Varone schmunzelnd an: «Natürlich hatte ich alle Bewilligungen.»

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