Lenzburg
Selber einen Cholera-Ausbruch bekämpfen

Die Wanderausstellung «Face it» von Ärzte ohne Grenzen (MSF) gastiert in Lenzburg. Auf dem Promenadenplatz steht ein Schiffscontainer und ein Zelt, wo Besucher selber in den Arztkittel schlüpfen können.

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Besucher können im Zelt den Alltag der Ärtze ohne Grenzen nachempfinden.

Besucher können im Zelt den Alltag der Ärtze ohne Grenzen nachempfinden.

Heinz Altorfer

Vier verschiedene Notfallszenarien befördern die Besucher von Lenzburg direkt ins Erdbebengebiet nach Haiti, zur Bekämpfung einer Cholera-Epidemie in die Demokratische Republik Kongo, zur Behandlung von mangelernährten Kindern in den Tschad und zur psychologischen Betreuung von syrischen Flüchtlingen in den Irak.

Die Szenarien sind echten MSF-Einsätzen nachempfunden und vermitteln dadurch ein realistisches Bild der medizinischen Nothilfe und den Herausforderungen, denen die Teams von MSF bei ihrer täglichen Arbeit gegenüberstehen.

In jedem Szenario haben die Besucher andere Probleme zu lösen. In Haiti nach dem Erdbeben beispielsweise ist die Anzahl der Verletzten dermassen hoch, dass die Lenzburger «MSF-Ärzte auf Zeit» erst einmal entscheiden müssen, welcher Patient am dringendsten Hilfe benötigt.

Mit der Ausstellung will MSF der Schweizer Bevölkerung die medizinische Nothilfe näher bringen und aufzeigen, wie sich jeder auf seine Weise - sei es mit einem Projekteinsatz oder mit einer Spende - für Menschen in Not engagieren kann. Die Wanderausstellung «face it» besucht MSF Schweiz von Mai bis Oktober 2014 dreizehn Schweizer Städte.

Die Ausstellung gastiert noch bis am 26. Juli jeweils von 11 bis 19 Uhr (am Samstag von 10 bis 18 Uhr) auf dem Promenadenplatz in Lenzburg.