Corona

Seetaler Winterbräuche fallen der Pandemie zum Opfer

Solche Bilder gibt es nächstes Jahr nicht: Die Bärzeli-Buebe in ihren Kostümen.

Solche Bilder gibt es nächstes Jahr nicht: Die Bärzeli-Buebe in ihren Kostümen.

Hallwil, Fahrwangen und Meisterschwanden sagen Anlässe ab, die zum Teil erst im Januar stattfinden würden. Grund dafür ist die aktuell unsichere Lage.

«Chömet cho luege, d’Bärzeli Buebe!», würde es heissen. 15 junge Männer würden sich am Nachmittag des Bärzeli-Tags, dem 2. Januar, in imposante Kostüme kleiden, die tagelang vorbereitet wurden. Sie würden das neue Jahr begrüssen und jedem «guets Nöis» wünschen. Würden sie – werden sie aber nicht.

Die Gemeinde Hallwil hat alle Brauchtumsanlässe im Winter abgesagt. «Die unsichere Lage und die aktuell umzusetzenden Sicherheitsmassnahmen schränken die Durchführung wie auch die Vorbereitung dieser Anlässe massiv ein und machen sie schwierig umsetzbar», schreibt die Gemeinde. Die Gesundheit stehe im Vordergrund.

Anfang Jahr gab es am Meitlisonntag noch einen grossen Umzug.

Anfang Jahr gab es am Meitlisonntag noch einen grossen Umzug.

Ähnlich sieht es in Fahrwangen und Meisterschwanden aus. Die Meitlitage in diesen Gemeinden finden, Stand jetzt, nur in stark reduzierter Form statt. Die Tambourinnen trommeln zwar am Donnerstag ein und am Sonntag aus und auch die Generalversammlung der Frauen findet statt. Das, was die Menschen jedoch in die Restaurants treibt – die Tänze und das Männerfangen – wird kommendes Jahr nicht stattfinden. Auch das Juxtreiben am Sonntag fällt wegen Corona aus. (asu)

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