Meisterschwanden

«Seerose»-Küchenchef kocht für die «Swiss» Aargauer Menüs

Seit diesem Monat werden den Passagieren auf Swiss-Flügen Menüs serviert, die der Aargauer Spitzenkoch Siegfried Rossal kreierte. Die Speisen sind jedoch nur für Passagiere der Business und First Class vorgesehen. Ein Besuch beim «Cocon»-Küchenchef.

Seetaler Apfelbalsamico-Sauce und konfierte Rüebli zum Angus-Beef. Diese und viele weitere Spezialitäten mit einem Aargauer Bezug können seit dieser Woche Passagiere der Business- und First Class der Fluggesellschaft Swiss auf Interkontinentalflügen geniessen.

Die Menüs zusammengestellt hat Siegfried Rossal, der mit 15 «Gault Millau»-Punkten dekorierte Küchenchef des Restaurants Cocon im «Seerose Resort & Spa» in Meisterschwanden.

«Ich habe Speisen mit zahlreichen regionalen Spezialitäten ausgewählt, die ich auch sonst gerne koche», sagt er. Er hat er sich für die ehrenvolle Aufgabe nicht gross verstellt.

Seerose Resort & Spa in Meisterschwanden

Seerose Resort & Spa in Meisterschwanden

Aargau als Nummer 47

Natürlich mussten die Menüs den spezifischen Anforderungen des Flugbetriebes Rechnung tragen, doch gross waren die Einschränkungen nicht. Ein Beispiel: Weil Balchen nicht garantiert grätenfrei geliefert werden können, wurde beim Business-Class-Fischgang auf Lachsforelle ausgewichen.

Die Filets werden mit Kamille geräuchert und auf Bergkartoffelsalat angerichtet. Sechsmal hat Rossal die Menüs in der Testküche von Gate Gourmet, dem Caterer von Swiss, durchgekocht: «Am Dienstag erfolgte der Endspurt.» Nun musste sich das Angebot in der viel grösseren Produktionsküche bewähren.

Der «Cocon»-Küchenchef folgt nun nahezu allen grossen Namen der Schweizer Gourmetgastronomie. Die nationale Airline lancierte ihr kulinarisches Konzept «Swiss – Taste of Switzerland» im Jahr 2002.

Immer ein Quartal lang werden den First- und Business-Class-Kunden lokale und saisonale Speisen und Weine aus einer Region angeboten.

Während andere Kantone schon mehrmals zum Handkuss kamen, bilden die Rossal-Menüs eine Aargauer Premiere und figurieren in der langen Liste der Gästeköche chronologisch die Position 47.

«Bisher hat der Aargau wohl die Swiss-Kriterien nicht erfüllt. Umso erfreuter sind wir, dass wir nun die Ersten sind», zeigt sich «Seerose»-Hotelier Felix Suhner angetan von der Ehre.

Bald auch auf «Cocon»-Karte

Vom zusätzlichen Aufwand bei der Kreation der Swiss-Menüs sollen auch die «Cocon»-Gäste profitieren. Ab Mitte Monat stehen die speziellen Gerichte auf der neuen Herbstkarte des Top-Restaurants der «Seerose».

Speziell für die az wurden drei Elemente vorgängig gekocht. Adaptiert für den Boden, also ohne die Einschränkungen auf die Normen des Luftverkehrs, fallen die Teller üppiger aus. Das Angus-Beef mit der Apfelbalsamico-Sauce liegt nun in einem Wald aus verschiedenfarbenen Rüebli, Radieschen und Romanesco-Spitzen.

Das Dessert mit Boskop-Würfeln in Seetaler Cidre-Gelée ist umgeben von je einer Schicht Espresso- und Zimtcreme und flankiert von einer hauchdünnen Apfelscheibe und einem Zwetschgen-Gelée-Sommervogel. Die Zwetschengen stammen von eigenen Hochstammbäumen, die vorletztes Jahr im Rahmen der jüngsten «Seerose»-Erweiterung gepflanzt wurden.

Als passende Begleiter zu den Aargauer Swiss-Gerichten nimmt Hotelier Suhner einige zusätzliche einheimische Tropfen auf die Karte, etwa den Fricktal Cuvée Blanc 2013 von Fehr und Engeli in Frick, der mit andern Aargauer Weinen bis im Dezember auch auf den Swiss-Langstreckenflügen angeboten wird.

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