Lenzburg
Schützen schätzen neue Schiessanlage

An der 34. Schweizer Meisterschaften der Vorderladerschützen wurde am Wochenende die erweiterte Schiessanlage in der Kiesgrube Lenzhard eingeweiht. Vier Scheiben auf 100 Meter ergänzen das Angebot für weitere Waffen und Distanzen.

Heiner Halder
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Bequem liegend absolviert eine der wenigen Vorderladerschützinnen ihr Pensum auf der neuen Anlage in Lenzburg. HH

Bequem liegend absolviert eine der wenigen Vorderladerschützinnen ihr Pensum auf der neuen Anlage in Lenzburg. HH

Mit zwei Zehnern traf Ehrenmitglied Otto Mazzolino schon mit den ersten beiden Schüssen mitten ins Schwarze: Ein gutes Omen für die neueste Errungenschaft der Schützengesellschaft Lenzburg in ihrer polyvalenten Anlage.

100-Meter-Anlagen sind selten

Nicht nur die eigene Sektion freut sich über den neuen Komfort für ihren Sport, sondern auch der Verband Schweizer Vorderladerschützen, denn 100-Meter-Anlagen sind trotz reger Nachfrage eher selten, sagt dessen Präsident Mario Margadant.

Dass Lenzburg bereits zum zweiten Mal die Schweizer Meisterschaft durchführt, ist im Ausstieg des vorgesehenen Organisators begründet. Gern sprang die hiesige Sektion ein und nahm sogleich den Bau der zusätzlichen Einrichtungen an die Hand. Die Schützen-Generalversammlung genehmigte am 11. März Projekt und Kredit.

«Ein einmaliges Zusammenwirken aller Kräfte in der SG Lenzburg machte es möglich», hält Vorderlader-Chef und OK-Präsident Urs Niggli fest. 18000 Franken – fast ihr ganzes Vermögen – setzten die Hauptnutzniesser ein. Die SGL 20 000 Franken, der Sporttotofonds sponserte 23000 Franken, private Gönner und weitere Sektionen sowie die Oberentfelder «Musketiere» halfen mit, die rund 80000 Franken zu finanzieren. Die vier erhöhten Läger für die vier Laufscheiben sind auf der 300-Meter-Plattform aufgebaut und auch für diese Schützen weiterhin nutzbar. Zudem können hier weitere Spezialisten wie Jäger oder Büchsenmacher ihre Scheiben aufziehen; der Bedarf ist ausgewiesen.

An der alljährlichen Vorderlader-Schweizer-Meisterschaft nahmen heuer 70 Schützen teil, darunter einige wenige Frauen. Geschossen wird auf 100 Meter liegend mit dem Gewehr, 50 Meter stehend mit dem Gewehr und 25 Meter stehend mit der Pistole; man kann in den verschiedensten Kategorien antreten. Alle schiessen rund 200 Passen, Probeschüsse gibt’s keine, es werden direkt 13 Schuss abgegeben, die 10 besten Resultate zählen.

Versprechen an Combat-Schützen

Beim Anstossen auf die neue Anlage dankte der Lenzburger Schützenpräsident Thomas Glarner allen am Projekt Beteiligten für die speditive Planungs- und Aufbauarbeit sowie dem Stadtrat für die kooperative Haltung.

Und den Combat-Schützen versprach er, dass sie als nächste ihre definitive Anlage erhalten werden. Das Kieswerkareal wird bereits entsprechend aufgefüllt und angelegt.

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