In diesen Tagen hat die Ausarbeitung der Revision der kantonalen Schifffahrtsverordnung begonnen. Ein Traktandum, das die Arbeitsgruppe des Departements Bau, Verkehr und Umwelt abhandeln wird, ist eine zeitlich beschränkte Sperrung des Aabachs.

Auf Initiative von Boniswil hin hat die Gemeinde im vergangenen Juli gemeinsam mit Seengen einen entsprechenden Antrag beim Kanton eingereicht.

Dieser wird nun bei der Revision der Schifffahrtsverordnung über das Anliegen entscheiden. Die Idee zu der Einschränkung stammt von den Hallwilersee-Rangern. Dabei geht es um die 700 Meter von der Mündung des Hallwilersees bis zum Schloss Hallwyl.

In Zukunft sollen diese vom 1. April bis zum 30. Juni für Wasserfahrzeuge gesperrt sein. Denn während das Betreten von Schutzgebieten auf dem Landweg schon lange untersagt ist, gibt es für den Wasserweg keine entsprechende Regelung. «Hier leidet die Natur stark unter Wassersportgeräten wie Schlauchbooten, Kanus sowie den Stand-up-Paddlern. Die Paddler fahren teilweise rücksichtslos durch die Uferzone», sagt Bruno Fürst, Chef-Ranger am Hallwilersee.

Weitere Verbote möchte Fürst jedoch vermeiden: «Es ist sinnvoller, die Besucher am Hallwilersee mit entsprechenden Hinweisschildern besser zu lenken.» Es brauche eine klare Trennung zwischen Gebieten, die der Natur vorbehalten sind sowie Gebieten für den Menschen.