Dürrenäsch
Schulraum schafft die erste Hürde

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung wurde ein Planungskredit von 435000 Franken für die Schulraumerweiterung und Sanierung der Turnhalle genehmigt.

Sibylle Haltiner
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zvg

Dass die Dürrenäscher Kinder genügend Schulzimmer brauchen und für ein lebendiges Vereinsleben eine zweckmässige Turnhalle vorhanden sein sollte, bezweifelt kaum jemand in der Gemeinde. Die Gesamtkosten von 18,7 Mio. Franken für die Schulraumerweiterung unter Einbezug des Beck-Bertschi-Hauses und die Sanierung der Mehrzweckhalle, welche an der Informationsveranstaltung vom letzten Dezember kommuniziert wurden, haben aber viele erschreckt. Die Arbeiten sollen jedoch in Etappen ausgeführt werden, für jede wird der Gemeinderat zu gegebener Zeit einen separaten Kredit beantragen. An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend, an welcher 150 von 877 Stimmberechtigten teilnahmen, ging es in einem ersten Schritt um den Kredit für die Durchführung eines Gesamtleistungswettbewerbs in der Höhe von 435 000 Franken.

Investitionen hinausgeschoben

Zu Beginn der Versammlung wandte sich Gemeindeammann Andrea Kuzma mit eindringlichen Worten an die Anwesenden. «Wir haben Investitionen lange, vielleicht zu lange hinausgeschoben», meinte sie. «Das Dorf darf nicht nur durch seinen tiefen Steuerfuss attraktiv sein, wir müssen auch investieren, damit die Schule und das Vereinsleben erhalten bleiben.» Für ihr engagiertes Votum erhielt Andrea Kuzma spontanen Applaus.

An der Informationsveranstaltung hatte Andrea Kuzma die Dürrenäscher mit der Prognose einer happigen Erhöhung des Steuerfusses, der zurzeit nur 85 Prozent beträgt, aufgeschreckt. An der ausserordentlichen Gmeind wies sie nun auf weitere Finanzierungsmodelle hin, zum Beispiel die Aufnahme von Fremdkapital oder das Veräussern von gemeindeeigenen Vermögenswerten. «Nach dem Gesamtleistungswettbewerb können wir das Projekt vorstellen und bei den Kreditanträgen für die einzelnen Etappen über verschiedene Finanzierungsvarianten abstimmen», versprach Kuzma.

Bei der anschliessenden Diskussion zeigte sich eine grosse Akzeptanz des Projekts durch die Anwesenden. «Es ist Zeit etwas zu realisieren, auf das wir stolz sein können», meinte ein Votant. «Aber die Finanzierung ist zentral. Gute Vorschläge sollen nicht wieder daran scheitern.» Gemeindeammann Kuzma versprach eine regelmässige Information über den Stand der Dinge und die Kosten.

Die Abstimmung brachte ein überaus deutliches Ergebnis. 126 Ja- standen nur gerade drei Nein-Stimmen entgegen. Nun kann im Frühling das Präqualifikationsverfahren starten, ab dem Sommer läuft der Gesamtleistungswettbewerb. An der Gemeindeversammlung im Frühling 2018 wird voraussichtlich über den ersten Baukredit abgestimmt. Der Beschluss von Donnerstag untersteht jedoch noch dem fakultativen Referendum.