Niederlenz
Schulhaus soll aufgestockt werden – und so Platzprobleme lösen

Die Schule in Niederlenz hat zu wenig Räume. Deshalb soll das Schulhaus Rössligasse aufgestockt werden. Dafür haben sich Gemeinderat und Arbeitsgruppe entschieden. Obwohl auch die Variante Neubau etliche Vorteile bieten würde.

Hanny Dorer
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Das Schulhaus Rössligasse (hier die Südansicht) soll einen u-förmigen Aufbau erhalten; ausgespart wird die nordwestliche Ecke, wo eine Aufstockung wegen der Oberlichter nicht möglich ist.

Das Schulhaus Rössligasse (hier die Südansicht) soll einen u-förmigen Aufbau erhalten; ausgespart wird die nordwestliche Ecke, wo eine Aufstockung wegen der Oberlichter nicht möglich ist.

Nach der Ablehnung des Landabtausches mit der Gartenbauschule mussten Gemeinderat und Schulpflege eine neue Lösung für das Schulraumproblem suchen. Der Bedarf an zusätzlichen Schulzimmern ist unbestritten, wie Schulpflegepräsident Andreas Kilchenmann anhand der erwarteten Bevölkerungsentwicklung an der Infoveranstaltung vom Dienstagabend darlegte.

Nach erneuter Abklärung des Raumbedarfs wurde ein Masterplan erstellt, der die notwendige Entwicklung des Schulareals festhält und in vier Schritte unterteilt ist: In einem ersten Schritt soll das dringendste Problem, der fehlende Schulraum, entweder mit einem Neubau oder der Aufstockung des Schulhauses Rössligasse gelöst werden.

In einem zweiten Schritt könnte das Schulhaus Rothbleicherain (gelbes Schulhaus) und eventuell auch die Turnhalle saniert, sowie ein bis zwei neue Kindergärten erstellt werden.

Der dritte Schritt umfasst den Bau einer Einfach- oder Doppelturnhalle neben dem gelben Schulhaus.

Schritt vier schliesslich umfasst zusätzliche Erweiterungen nach Bedarf.

Aufstockung statt Neubau

Gemeinderat und Arbeitsgruppe entschieden sich für eine Aufstockung des Schulhauses Rössligasse, obwohl auch die Variante Neubau etliche Vorteile bieten würde. Dazu gehören, wie Vizeammann Heiri Zobrist ausführte, eine kleinere Beeinträchtigung des Schulbetriebs, keine Abhängigkeit bei Installation und Sanierung, flexiblere Raumnutzung und Erweiterbarkeit. «Wir haben jedoch die Vorteile der Aufstockung gegenüber dem Neubau höher gewichtet», sagt er und zählt die Argumente auf: Es wird Land gespart, die Landreserven werden nicht durch den Neubau verbaut, das Raumangebot ist grösser und die Kosten sind tiefer als bei einem Neubau mit Keller.

Die Kosten für die Aufstockung werden auf 3,4 Mio. Franken geschätzt. Dafür bekommt man 5 Klassenzimmer, 5 Gruppenräume, einen Werkraum sowie eine neue Kochschule und einen Theorieraum. Der bevorstehenden Gemeindeversammlung wird ein Projektierungs- und Planungskredit von 450 000 Franken beantragt. Im Juni 2015 könnte der Baukredit beschlossen und im August 2016 der Schulbetrieb aufgenommen werden. «Ein ehrgeiziges Ziel», betont Zobrist.

Finanzplan: Horizont 10 Jahre

Bezüglich Schulraum sind im Finanzplan für die nächsten 10 Jahre der Kindergarten Herrengasse, der Kindergartenersatz Steinler und Friedmatt, die Aufstockung Schulhaus, die Sanierung Rothbleicherain und der Neubau Turnhalle enthalten. Ebenfalls im Finanzplan berücksichtigt sind die Entsorgung von Altlasten, diverse Strassenbauprojekte, Feuerwehrmaterial und -fahrzeuge sowie Sportanlagen. Nicht berücksichtigt sind dagegen Ausbau Kindergarten, Sanierung Rössligasse, Parkplätze Schulareal und Anbau Turnhallen.

Ein kleines Trostpflaster sind die geplanten Verkäufe diverser Grundstücke sowie die Aussicht auf Kiesabbauentschädigungen ab 2017. Trotzdem brauche es neue Ideen, um die anfallenden Aufgaben zu finanzieren, stellte Gemeindeammann Jürg Link fest.

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